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Meinungsaustausch im Rathaus

Gehrden Meinungsaustausch im Rathaus

Vertreter der grünen Regionsfraktion haben Gehrden besucht. Unter anderem trafen sie sich mit Bürgermeister Cord Mittendorf und Vertretern der Verwaltung zu einem Meinungsaustausch.

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Vertreter der grünen Regionsfraktion haben Gehrden besucht und sich mit Bürgermeister Cord Mittendorf zu einem Meinungsaustausch im Rathaus getroffen.

Quelle: Wirausky

Gehrden. Nein, Versprechungen hatten die grünen Regionsvertreter nicht mitgebracht, aber immerhin blumige Ostergrüße für das Rathaus. Neun Frauen und Männer der Regionsfraktion Bündnis 90/Die Grünen waren an den Burgberg gekommen, um sich einen Eindruck von der Stadt zu machen und mit Bürgermeister Cord Mittendorf über aktuelle Probleme zu sprechen. „Gehrden ist unsere zweite Station in der Region“, sagt die Fraktionsvorsitzende Brigitte Nieße. Nach und nach sollen alle Kommunen besucht werden.

Beim Meinungsaustausch im Rathaus, an denen neben Mittendorf auch Vertreter der Verwaltung teilnahmen, wurde ein politischer Potpourri erörtert – er reichte von der Kinderbetreuung über Wirtschaftsförderung und Wohnungsmarkt bis hin zur Verkehrssituation und den Finanzen in der Stadt. Mittendorf machte keinen Hehl daraus, dass es aktuell vor allem Themen wie Kinderbetreuung und Bildung unter den Nägel brennen. „Die Kosten explodieren“, sagte Mittendorf. Gehrden wachse, gleichzeitig müsse in die Infrastruktur investiert werden. Allein in den Neubau einer Grundschule und in die Modernisierung der Grundschule Am Castrum werden in den nächsten Jahren mehr als 10 Millionen Euro fließen. Und dabei offenbare sich ein weiteres Problem. „Uns fehlt das Fachpersonal für die schnelle Umsetzung aller Pläne“, betonte Mittendorf.

Die Grünen wünschen sich in der Region mehr sozialen Wohnungsbau. Die Kommunen setzen zu sehr auf Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen, sagte Nieße. Die Situation in Gehrden wird sie nicht unbedingt erfreut haben. Zwar wird die KSG Hannover demnächst an der Nordstraße preisgünstige Wohnungen anbieten, doch aus Sicht des grünen Ratsherrn Heinz Strassmann reiche das nicht aus. „Aber SPD, CDU und FDP haben noch nicht erkannt, dass wir mehr bezahlbaren Wohnraum brauchen“, so Strassmann – trotz neuer Baugebiete. Eine Festsetzung im aktuelle Projekt Gehrden-Ost gebe es nicht, sagte Mittendorf. „Letztlich ist das eine politische Entscheidung“, unterstrich Fachbereichsleiter Wolfgang Middelberg. Die Verwaltung habe auf das Dilemma hingewiesen. „Aber unsere Ideen sind bisher nicht auf fruchtbaren Boden gefallen“, sagte Mittendorf.

Fachbereichsleiter Daniel Ramsay beklagte derweil die angespannte finanzielle Situation der Kommune. „Das Defizit der Stadt geht auf Kosten der Bürger“, sagte er – und es fehle die Unterstützung. Als der Bund vor einigen Jahren den Kommunen 5 Milliarden Euro bereitgestellt habe, habe sich die Region ordentlich bedient. „Bei uns sind nur 328 000 Euro angekommen“, sagte er. Und von aktuell sprudelnden Steuereinnahmen spüre er nichts.

Mehr Unterstützung bei der Innenstadtentwicklung wünscht sich Wirtschaftsförderer Nurettin Demirel. Er könne sich unter Federführung der Region eine Gesellschaft vorstellen, die Immobilien im Stadtzentrum übernehme und für niedrige Mieten anbiete. Und auch eine Art Entschuldungsfond könnte den Kommunen helfen. "Damit wir schneller die finanziellen Möglichkeiten bekommen, Projekte anzuschieben", sagte Demirel.

Probleme am Klinikum Robert Koch gibt es aus Sicht von Stadtsprecher Frank Born. Dort habe sich die Parkplatzsituation erheblich verschärft, seitdem am Krankenhaus die Stellflächen gebührenpflichtig seien. "Es gibt fast täglich Beschwerden von Anwohnern, da in den umliegenden Nebenstraßen geparkt wird", sagte Born. Trotz Kontrollen sei das Problem nicht in den Griff zu kriegen. Beim geplanten Neubau am Klinikum müsse deshalb unbedingt berücksichtigt werden, zusätzlichen Parkraum zu schaffen, forderte Born.

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