Gehrden. An einer zehn Meter entfernten Messstelle in direktem Abstrombereich sei die Belastung zurückgegangen. Eine Probe hat einen Wert von 23 Mikrogramm leichtflüchtigem chlorierten Kohlenwasserstoff pro Liter ergeben. Vor der Sanierung lag er bei 879. Dies sei ein Beweis, dass es gelungen sei, die Kontamination des Grundwassers zu stoppen, sagt Spohr. Der Grenzwert liegt allerdings bei zehn Mikrogramm pro Liter.
Mit den Folgen der Grundwasserverunreinigung wird die Stadt lange leben müssen. Wegen der geringen Fließgeschwindigkeit des Grundwassers werden sich die Schadstoffe nur sehr langsam abbauen. „Es wird Jahrzehnte dauern“, sagt Spohr. Deshalb sei das Wasser in den Hausbrunnen Ditterkes nach wie vor belastet und nicht zum Verzehr geeignet.
In den nächsten Jahren wird die Grundwasserfahne intensiv beobachtet. Dafür wurden rund 30 Messstellen eingerichtet. Welche Folgekosten dadurch auf die Stadt zukommen, ist noch unklar.
Die Mülldeponie in Ditterke wurde bis 1974 betrieben. Bei einer Untersuchung war 2006 festgestellt worden, dass der Boden mit giftigen und krebserregenden Stoffen verseucht ist. Von Oktober 2010 bis März dieses Jahres war der verseuchte Bereich aufwendig saniert worden.
Dirk Wirausky
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