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Grüne und Linke fordern ökologischen Supermarkt

Gehrden Grüne und Linke fordern ökologischen Supermarkt

Die Supermarktkette Lidl muss vor dem geplanten Bau einer Filiale an der Ronnenberger Straße möglicherweise eine weitere Auflage erfüllen: Grüne und Linke haben dem Bauausschuss einen Antrag vergelegt, den Markt in ökologischer Bauweise errichten zu lassen. Damit haben sie gute Aussichten auf Erfolg.

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An der Ronnenberger Straße könnte bald ein neuer Lidl-Markt entstehen.

Quelle: Kruse

Gehrden. Eigentlich lehnen die Grünen den Bau des Lidl-Markts an der Ronnenberger Straße generell ab. Der Standort läge zu weit ab vom Zentrum, zudem müssten die Grünflächen der Kleingärten weichen. Da die Mehrheit im Rat aber für den Bau an der vorgesehenen Stelle sei, wolle man den Prozess nun möglichst konstruktiv begleiten, sagt die Bauausschusvorsitzende Eva Kiene-Stengel (Grüne).

In der kommenden Ausschusssitzung am Dienstag, 9. Mai, soll dann über den Antrag der Grünen und Linken abgestimmt werden. Kiene-Stengel sieht dabei gute Chancen auf einen Erfolg, immerhin setze die Supermarktkette ihre energieeffiziente Bauweise bereits in ganz Deutschland um: „Die tun das offenbar aus Überzeugung.“ Bundesweit gibt es nach Angaben des Unternehmens bereits mehr als 220 energieeffizente Märkte.

In einer ökologisch bekömmlicheren Filiale werde laut Lidl die Wärme, die elektrische Geräte wie Kühlregale nach Außen hin absonderten, zum Heizen genutzt. Auf eine herkömmliche Klimaanlage werde verzichtet, stattdessen würden kalte Temperaturen ausschließlich durch den Einsatz natürlicher Kühlmittel wie Propan erreicht. Darüber hinaus würden Boden und Wände effizient gedämmt und energiesparende LED-Lampen eingesetzt. Unterm Strich verspricht das Unternehmen so eine Ersparnis von 55 Tonnen Kohlenstoffdioxid im Jahr an einer Filiale, was etwa 30 Prozent des Gesamtaustoßes eines Marktes ausmache.

Bei ihrem Vorhaben, eine neue Filiale in Gehrden zu bauen, muss die Supermarktkette voraussichtlich bereits einige Auflagen erfüllen. Für die Grünflächen der Kleingartenkolonie sollen Ausgleichsflächen geschaffen werden. Auch soll sich das Unternehmen an den Kosten für Bauarbeiten an Straße und Fußgängerweg beteiligen.

Bürgermeister Cord Mittendorf will nun erst einmal mit dem Unternehmen sprechen, bevor eine Antragsvorlage erarbeitet werde. „Das muss dann die Politik entscheiden“, sagte er.

Kiene-Stengel ist optimistisch, dass auch die weitere Auflage aus dem Antrag von Grünen und Linken aufgenommen wird. „Ich denke, da das nicht nur unsere Inhalte sind, sondern auch die der Firma Lidl, hat das große Chancen, angenommen zu werden.“

Von Nils Oehlschläger

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