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Gespendete Lebensmittel füllen etliche Kisten

Gehrden Gespendete Lebensmittel füllen etliche Kisten

Reis, Nudeln, Zucker, Mehl, Obst und Konserven - und das kistenweise: Die ehrenamtlichen Helfer der Tafel in Gehrden haben bei ihrer Sammelaktion in zwei Supermärkten eine Welle der Hilfsbereitschaft erlebt. Etliche Kunden spendeten nach ihrem Einkauf haltbare Lebensmittel für Hilfsbedürftige.

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Viola Brandes (von links) übergibt nach ihrem Einkauf den Tafelhelferinnen Gudrun Güttler und Anja Hühne ein zusätzlich erworbenes Lebensmittelprodukt.

Quelle: Ingo Rodriguez

Gehrden. "Ein Teil mehr" - so lautet der Titel der Spendenaktion, bei der Supermarktkunden dazu aufgerufen werden, für die Gehrdener Ausgabestelle der Barsinghäuser Tafel ein zusätzliches Lebensmittelprodukt mehr einzukaufen. "Die Aktion machen wir seit der Eröffnung der Gehrdener Ausgabe 2011 mehrfach im Jahr, um sozial benachteiligten Menschen unbürokratisch zu helfen", sagte Gudrun Güttler von der Tafel.

Die ehrenamtliche Helferin hatte sich mit Anja Hühne am Vormittag für zwei Stunden im Eingangsbereich des Rewe-Supermarktes an der Nordstraße postiert, um ankommende Kunden auf die Spendenaktion aufmerksam zu machen. Gleichzeitig wurden auch die Besucher des Edeka-Marktes an der Schulstraße von Tafelhelfern zur Unterstützung der Lebensmittelsammlung aufgerufen. "Wir beteiligen uns so an der bundesweiten Woche des bürgerlichen Engagements", begründete Güttler den Zeitpunkt.

Und offenbar hatte die Tafel einen sehr guten Termin erwischt. "Wir machen die Aktion in diesem Jahr zum ersten Mal, deshalb sind die Menschen wohl sehr großzügig heute", sagte Güttler. Im Rewe-Markt hatten die gespendeten Waren nach etwa drei Stunden bereits zehn Lebensmittelkisten gefüllt. "Die meisten kaufen für die Tafel Reis und Nudeln", sagte Güttler und verteilte gleichzeitig Informationsflyer an neue Kunden. Für die ehrenamtliche Aktion hatten sich wieder acht Helfer der Tafel zur Verfügung gestellt. "Wir sind pro Standort zu zweit und arbeiten in zwei Schichten", sagte Güttler.

Sie zeigte sich von der Hilfsbereitschaft beeindruckt. "Die meisten spenden mehr als ein Teil. Ein Kunde hat sogar einen gut gefüllten Einkaufswagen abgegeben - inklusive Chip." Trotzdem seien die Reaktionen unterschiedlich. "Manche Bürger weisen darauf hin, dass sie selbst nur wenig Geld zur Verfügung haben", berichtete Güttler. Abweisend seien nur wenige, aber damit hätten die Helfer gelernt umzugehen. "Die meisten bleiben stehen und informieren sich."

Einen Grund für ihre Spendenbereitschaft nannte die Supermarktkundin Andrea Marlin aus Everloh: "Diese Art der Hilfbereitschaft ist viel gezielter, als Geld zu spenden, ohne zu wissen, wo es ankommt." Viola Brandes zeigte sich von dem Engagement der Ehrenamtlichen beeindruckt: "Die direkte Ansprache animiert doch sehr, die Aktion zu unterstützen", sagte sie.

Die Gehrdener Tafel versorgt zurzeit mit etwa 25 ehrenamtlichen Helfern 210 registrierte Bedarfsgemeinschaften mit geringem Einkommen - auch Asylbewerber. Zu den hilfsbedürftigen Haushalten zählen insgesamt 450 Personen aus dem gesamten Stadtgebiet, aber auch aus Benthe, Ronnenberg und Weetzen. Darunter sind etwa 150 Kinder. Die Lebensmittel werden an jedem Donnerstag von 14.30 bis 17 Uhr in den Räumen der Tafel am Kantplatz in Gehrden ausgegeben.

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