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Hilfsinitiativen suchen Lager für Fahrräder

Gehrden Hilfsinitiativen suchen Lager für Fahrräder

Eine Fahrradwerkstatt als Gemeinschaftsprodukt sozialen Engagements: Nach einem Aufruf von drei Gehrdener Hilfsinitiativen haben Bürger aus der gesamten Region Hannover innerhalb von etwa vier Wochen mehr als 50 gebrauchte Fahrräder für Asylbewerber und Einwohner mit geringem Einkommen gespendet.

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Fahrrad neben Fahrrad: In zwei Garagen werden zurzeit die gespendeten Zweiräder gestapelt.

Quelle: Ingo Rodriguez

Gehrden. In dem Projekt sind die sozialen Kräfte von drei Hilfsinitiativen gebündelt: Hilfe für Flüchtlinge, Vermittlung freiwilligen Engagements und Unterstützung bedürftiger Menschen. Jetzt wird dringend ein geeigneter Lagerraum mit Reparaturmöglichkeiten gesucht.

„Es hat sich eine Welle der Hilfsbereitschaft aufgebaut“, sagt Dirk Leopold. Der ehrenamtliche Senioren- und Behindertenbeauftragte der Stadt Gehrden hatte vor etwa vier Wochen auf der Webseite des sozialen Netzwerks Facebook und im Regionsjournal dazu aufgerufen, gebrauchte Fahrräder für Asylbewerber zu spenden. Leopold handelte im Auftrag des Arbeitskreises Willkommenskultur, in dem er sich mit seiner Frau Hanni engagiert. „Es war ihre Idee“, sagt Leopold.

Seine Frau ist zwar auch Mitbegründerin der Gehrdener Freiwilligenagentur, die seit einem Monat im sogenannten Freiraum des Gehrke-Hauses in der Fußgängerzone interessierten Bürgern ehrenamtliche Tätigkeiten vermittelt.

„Ursprünglich ging es aber nur darum, für neu zugewiesene Flüchtlinge in Gehrden Fahrräder zu besorgen“, sagt sie.

Bislang hatte der Arbeitskreis Willkommenskultur bei der Fahrradbeschaffung für Asylbewerber mit der Willkommensinitiative in Weetzen kooperiert - weil das Spendenaufkommen den Bedarf dort weit übertraf, so weit, dass auch bereits Bedürftige der gemeinnützigen Lebensmittelausgabestelle in Gehrden davon profitierten. „Jetzt kommen aber immer mehr Flüchtlinge, deshalb wollen wir in Gehrden eine eigene Fahrradstation aufbauen“, sagt Hanni Leopold.

Aufgrund der Spendenwelle kommt ihr Engagement bei der Freiwilligenagentur ins Spiel. „Mein Mann hat im vergangenen Monat mit einem Wohnmobil rund 50 gebrauchte Fahrräder aus Gehrden, Wettbergen und Hemmingen abgeholt und erst einmal in zwei Garagen gestapelt“, sagt Leopold.

Auch jetzt würden immer noch weitere reparaturbedürftige Räder angeboten. Deshalb hat sie über die Kontakte der Freiwilligenagentur drei ehrenamtliche Helfer für notwendige Instandsetzungen gefunden. „Zwei davon sind Asylbewerber“, sagt sie.

Das Problem: „Wir suchen einen großen Raum, um die Räder unterzubringen, möglichst ein Lager mit genügend Platz für Reparaturarbeiten“, sagt Leopold. Profitieren sollen von der geplanten Fahrradwerkstatt nicht nur Asylbewerber, sondern auch Kunden der Tafel und Bedürftige, sagt Peter Radike.

Der Mitbegründer der Freiwilligenagentur und Leiter der Lebensmittelausgabe steht deshalb in engem Kontakt mit dem städtischen Fachdienst Soziales.

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