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Hilmar Rump bleibt im Amt

Lemmie Hilmar Rump bleibt im Amt

Hilmar Rump ist erneut zum Ortsbürgermeister in Lemmie gewählt worden. Allerdings erst nach einem etwas kurios anmutendem Vorlauf.

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Peter Nispel (von links), Ernst Nolte, Henning Rehren, Hilmar Rump, Patrick Ziemke und Burkhardt Hennicke bilden den neuen Ortsrat in Lemmie.

Quelle: Wirausky

Lemmie. Er ist schon eine Institution: Seit 1996 ist Hilmar Rump (FDP) Ortsbürgermeister in Lemmie, und er wird es fünf weitere Jahre bleiben. Doch so reibungslos wie in der Vergangenheit verlief der Wahlgang vor mehr als 40 Bürgern dieses Mal nicht. Peter Nispel (SPD) bewarb sich ebenfalls um das Amt des Ortsbürgermeisters. "Das war ich meinen Wählern schuldig", sagte er später. Nispel bekam bei der Kommunalwahl im September 23,3 Prozent der Stimmen. Er lag damit aber deutlich hinter Rump, der auf 36,2 Prozent kam.

Zwar hatte Patrick Ziemke (Bündnis 90/Die Grünen) angekündigt, Nispels Kandidatur zu unterstützen, doch ausgerechnet sein Parteikollege Burkhardt Hennicke machte Nispel einen Strich durch die Rechnung. Hennicke hatte bereits vor der Wahl ankündigt, dass er die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit der vergangenen Wahlperiode mit Hilmar Rump fortsetzen möchte. Und so fielen bei der geheimen Wahl vier Stimmen auf Rump, zwei auf Nispel.

Zuvor hatte der Sozialdemokrat angeprangert, dass ihm die Dynamik in einer positiven Dorfentwicklung fehle. Projekte wie Dorfgemeinschaftshaus und mehr Verkehrssicherheit an der Deisterstraße kämen nicht voran. Immerhin: Rump versprach nach seiner Wiederwahl, auch die Vorschläge Nispels zu verfolgen.

An der Laune des SPD-Mannes änderte das aber genauso wenig wie die Wahl zum stellvertretenden Ortsbürgermeister. Nispel war sichtlich verärgert und kritisierte das Abstimmungsverhalten seines Fraktionskollegen Hennicke scharf. "Er hat nicht als Sozialdemokrat, sondern als Einzelperson gestimmt", sagte Nispel enttäuscht. Hennicke sei den alten Seilschaften gefolgt. Damit habe die SPD es verpasst, einen Neuanfang in Lemmie einzuleiten. Sein Ziel sei es gewesen, einen Losentscheid zu erreichen - und sich anschließend mit Rump die Wahlperiode als Ortsbürgermeister zu teilen, sagte Nispel. Daraus wird nichts.

Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Hennig Harter betrachtete das Szenario gelassen. "Ich sehe das nicht so dramatisch", sagte er. Burkhardt Hennicke habe seine Entscheidung plausibel und sehr gut erläutert. Außerdem sei Rump in der Vergangenheit stets ein verlässlicher Partner der SPD gewesen - auch im Rat der Stadt. "Und wir werden ihn auch künftig unterstützen", sagte Harter.

Eine besondere Auszeichnung erhielt Martin Siegmund. Der 47-Jährige wurde von Bürgermeister Cord Mittendorf mit der Bronzenen Ehrennadel ausgezeichnet. Siegmund saß zehn Jahre im Ortsrat, zuletzt als stellvertretender Ortsbürgermeister.  Zwischenzeitlich war der CDU-Politiker auch Mitglieder im Rat der Stadt. Aus persönlichen Gründen macht er nun eine politische Pause. "Vorübergehend", sagte er. Er könne sich gut vorstellen, in fünf Jahren wieder zu kandidieren.

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Von Redakteur Dirk Wirausky

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