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Hitzige Debatte um den Kunstrasen

Gehrden Hitzige Debatte um den Kunstrasen

Der künstliche Rasen kommt: Der Versuch von Gero Förster (CDU) und den Grünen, die 750 000-Euro-Investition in einen neuen Kunstrasenplatz zu stoppen, ist in der Ratssitzung gescheitert. Die Debatte war hitzig, der Ratsvorsitzende Helmut Meffert (SPD) musste zur Ordnung rufen.

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Der Naturrasen des B-Platzes auf der Bezirkssportanlage soll durch einen Kunstrasenbelag ersetzt werden.

Quelle: Ingo Rodriguez (Archiv)

Gehrden. Die Stadt kann sich die Erneuerung und Vergrößerung des B-Platzes auf der Bezirkssportanlage nicht mehr leisten, weil die Haushaltssituation wegen sinkender Gewerbesteuereinnahmen schwierig geworden ist. Mit diesem Argument haben Förster (CDU) und die Grünen im Rat der Stadt am Mittwochabend versucht, die Investition zu stoppen und die politische Debatte neu aufzunehmen - ohne Erfolg. Bürgermeister Cord Mittendorf (SPD) sah sich allerdings veranlasst, in der Ratssitzung eine Erklärung abzugeben, nachdem er auch in dieser Zeitung in die Kritik geraten war. Er erinnerte daran, dass das Vorhaben seit sieben Jahren in der Planung sei und demokratisch von den politischen Gremien beschlossen wurde.

Rein rechtlich ist an der Vorgehensweise nichts zu beanstanden, das sehen auch die Grünen so. Sie empfänden es aber als „Frechheit“, sagt Ratsherr Jörg Zehrfeld, dass der neue Kunstrasenplatz „durchgewunken wurde, obwohl die Stadt das Geld nicht hat“. Kämmerer Daniel Ramsay bestätigte, dass der Stadt 2,4 Millionen Euro fehlen, die in diesem Jahr nur mit dem Verkauf des Abwassernetzes ausgeglichen werden können.

Für 2016 sei ein Minus programmiert, ergänzt Zehrfeld. Die Gewerbesteuereinnahmen würden voraussichtlich erneut um 700.000 Euro sinken. Sie sei „stinksauer“, dass die für Juni geplante Sitzung des Haushaltsausschusses mangels Themen vom Bürgermeister abgesagt wurde, ergänzte Grünen-Ratsfrau Nicole von der Made. In diesem Gremium hätte über eine Verringerung der Nettoneuverschuldung der Kommune diskutiert werden müssen. Auf einer von der Verwaltung erarbeiteten Liste befindet sich auch der Kunstrasenplatz als freiwillige Leistung der Stadt.

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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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