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Ein Quartier soll Energien bündeln

Gehrden Ein Quartier soll Energien bündeln

Zukunftsweisende Idee: Im Osten der Gehrdener Kernstadt soll mit erheblicher Hilfe von öffentlichen Zuschüssen ein Stadtviertel entstehen, in dem alle Energieressourcen gebündelt und hocheffzient genutzt werden. Für das Projekt der Klimaschutzagentur sollen im Haushalt 2017 Mittel eingeplant werden.

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In Gehrden soll ein ener­gie­ef­fi­zi­ent funktionierendes Stadtviertel entstehen: In das klimaschonende Energiesystem sollen auch sieben kommunale Objekte einbezogen werden:1. Die Grundschule Am Langen Feld und Turnhalle2. Das Gebäude des SV Gehrden (auf kommunalem Grundstück)3. Die Oberschule mit Sporthalle und Jugendpavillon4. Das Delfi-Bad – mit Hallen und Freibad5. Die Grundschule Am Castrum mit Sporthalle und Festhalle6. Die Rote Schule am Nedderntor7. Die Kindertagesstätte Am Langen Feld

Quelle: Grafik Stadt Gehrden

Gehrden. Es ist ein weitreichendes Klimaschutzprojekt mit der Vernetzung von etlichen beteiligten Akteuren und Immobilien, mit Beratungsangeboten, Sanierungs- und Modernisierungslösungen sowie Ideen für Neubauten. Und: Wegen der hohen Fördersummen wären die Kosten für die Stadt Gehrden mit einem Eigenanteil von rund 20 000 Euro an Planungskosten zunächst überschaubar.

Noch ist zwar nichts entschieden, aber immerhin findet das Konzept schon Anerkennung. In der gemeinsamen Sitzung des Bau- und Umweltausschusses sprachen sich die Kommunalpolitiker mit großer Mehrheit dafür aus, im nächsten Haushalt Mittel für die Umsetzung einzuplanen.

Ob der neue Rat nach den Kommunalwahlen das Projekt aus Kostengründen bei den Haushaltsberatungen streicht, ist zwar nicht vorhersehbar. "Aber so bewahren wir eine Chance, ein Quartier mit Fördermitteln energetisch zu sanieren und umweltfreundlich zu gestalten", fasste Grünen-Ratsherr Heinz Strassmann das Ergebnis der Abstimmung zusammen.

Udo Scherer von der Klimaschutzagentur hatte im Bürgersaal zuvor eine mögliche Quartierssanierung umrissen. Die Burgbergstadt wäre laut Scherer erst die dritte Umlandkommune, die sich an einer Umsetzung beteiligt. Das Konzept für die energetische Gestaltung eines Viertels im Osten der Kernstadt beinhaltet öffentliche, gewerbliche und private Gebäude, eine Biogasanlage und Neubaugebiete. Ziel ist es, ein möglichst klimaneutrales Wohn- und Gewerbegebiet zunächst zu planen und später zu gestalten.

Mit dem Einsatz und Ausbau regenerativer Energieerzeugung sei es möglich, Ressourcen zu bündeln, zu vernetzen und bedarfsgerecht bei Verbrauchern einzusetzen, sagte Scherer. "Es gibt in dem geplanten Gebiet eine Firma, die ihr Blockkraftheizwerk im Sommer abschaltet. Dafür würde sich bestimmt eine Nutzung finden", nannte Scherer ein Beispiel. Das Gesamtziel: Emissionen und Energiekosten sollen reduziert werden.

Rund 115 000 Euro soll es zunächst kosten, ein Jahr lang alle Möglichkeiten der Stadtsanierung zu prüfen. Etwa 75 000 Euro werden von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) übernommen, jeweils 10 000 Euro würden das Land und die Wirtschaftsförderung der Region übernehmen. Die Stadt könnte den verbleibenden Eigenanteil auch durch Personalleistungen erbringen. In einem zweiten - ebenfalls gefördertem - Schritt sollen die Erkenntnisse mithilfe eines Sanierungsmanagement innerhalb von drei bis fünf Jahren umgesetzt werden.

Der Vorsitzende des Umweltausschusses, Holger Struß (SPD), bezeichnete den Beschluss als "Sprungbrett für das Projekt." Eva Kiene-Stengel (Grüne) ergänzte: "Schließlich können wir bei den Haushaltsberatungen immer noch abspringen." Vor allem die Grünen sehen das Projekt als Chance, die Ziele des Klimaschutz-Aktionsprogramms zu erreichen.

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