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„Wir schmücken schon ein bisschen“

Gehrden „Wir schmücken schon ein bisschen“

Weihnachten gilt als das Fest der Liebe, zu dem die Familien zusammenkommen. Doch nicht jeder kann behaglich am Tannenbaum sitzen. Mediziner, Mitarbeiter des Bauhofes und die Einsatzkräfte der Feuerwehr sind im Einsatz oder zumindest in Rufbereitschaft.

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Für den neuen pflegerische Leiter der Notaufnahme des Klinikums Robert Koch, Gunnar Hartmann, sind die Weihnachtstage gewöhnliche Arbeitstage.

Quelle: Nils Oehlschläger

Gehrden. Auch an den Weihnachtsfeiertagen muss die Bevölkerung nicht auf eine medizinische Versorgung verzichten. Im Klinikum Robert Koch herrsche auch zu dieser festlichen Zeit Betrieb wie an einem gewöhnlichen Wochenende, sagt Gunnar Hartmann, der neue pflegerische Leiter der Notfallaufnahme. Seit dem 1. Dezember ist er in der Position im Gehrdener Klinikum tätig, die er in den vergangenen zehn Jahren vor seinem Standortwechsel im hannoverschen DRK-Krankenhaus Clementinenhaus bekleidet hatte. „Vier Leute arbeiten im Frühdienst, vier Leute im Spätdienst und drei weitere im Nachtdienst“, sagt er. Die Mitarbeiter, die Weihnachten arbeiten, haben dafür an Silvester frei und umgekehrt. Festtagsstimmung käme zu Weihnachten im Krankenhaus eher verhalten auf. „Wir schmücken schon ein bisschen“, sagt der pflegerische Leiter. Auf dem Tresen in der Notaufnahme steht tatsächlich ein kleines Gesteck und ein Weihnachtsmann. Auch ein paar Weihnachtsbäume sollen im Gebäude aufgestellt werden. Da viele Arztpraxen bereits am 22. oder 23. Dezember schließen, kämen während der Feiertage erfahrungsgemäß vermehrt Menschen mit Grippe oder ähnlichen Krankheiten zur Notfallaufnahme, die ambulant behandelt würden. „Dass man dann zwei bis drei Stunden wartet, ist ganz normal“, sagt Hartmann, denn Notfälle würden selbstverständlich bevorzugt behandelt und dementsprechend vorgezogen. Die stationären Aufnahmen gingen kurz vor Weihnachten zurück, da sich vor den Feiertagen kaum jemand operieren lassen wolle.

Weiße Weihnachten sind für Michael Schröder ein polarisierendes Thema. Auf der einen Seite würde sich der Leiter des Winterdienstes in Gehrden natürlich über die passende Atmosphäre freue, die der Schnee besonders während der Feiertage verbreite. Auf der anderen Seite muss er sich darum kümmern, dass auch während der Festtage die Straßen und Teile der Gehwege für Passanten keine Gefahrenstellen darstellen. „Wenn ich Bedenken habe, drehe ich eine Proberunde durch Gehrden“, sagt Schröder. Dafür stehe er um zwei Uhr in der Nacht auf und kontrolliere einige markante Punkte in der Stadt. Wann es zu unsicheren Straßenverhältnissen kommen könne, sage ihm der Wetterbericht – und seine Erfahrung. „Irgendwann weiß man, wann man sich den Wecker stellen muss“, sagt der Leiter des Winterdienstes. In den kommenden Tagen könne Schröder jedoch etwas ruhiger schlafen. „In diesem Jahr gibt es keinen Schnee mehr“, prognostiziert er. Für den Fall der Fälle habe er aber gemeinsam mit einem Kollegen auch über die Feiertage die Straßen im Blick.

Für die freiwillige Feuerwehr Gehrden heißt es auch an den Weihnachtstagen: bereit halten. „Die gesamte Weihnachtszeit stellt für uns ein erhöhtes Risiko dar“, sagt Ortsbrandmeister Peter-Albert Fricke, da in vielen Haushalten Kerzen an Tannenbäumen oder Adventsgestecken angezündet würden. Da an den Weihnachtstagen jeder in der Nähe sei, könnten die Mitglieder jedoch vom heimischen Wohnzimmer aus zu einem möglichen Einsatz starten, sagt Fricke. Aus Sicht der freiwilligen Feuerwehr seinen die Feiertage daher weniger spektakulär. Wesentlich ernster werde es an Silvester, sagt der Ortsbrandmeister. „Da stellen wir auch eine feste Bereitschaft auf.“

Von Nils Oehlschläger

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