Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Neubaugebiet soll Stadtkasse füllen

Gehrden Neubaugebiet soll Stadtkasse füllen

Im Gehrdener Osten wird es ein neues Baugebiet geben. Doch daran scheiden sich die politischen Geister. Die CDU hat große Bedenken, die Grünen stellen Forderungen, SPD und FDP sehen nur Vorteile.

Voriger Artikel
Heiligabend schwimmen bei Kerzenschein
Nächster Artikel
Malia Jolie ist das 1000. Baby des Jahres

Beliebter Wohnort: In Gehrden sind Bauplätze begehrt. Nun soll ein neues Baugebiet im Osten der Stadt entwickelt werden. Auf mehr als sieben Hektar ist Platz für 60 bis 70 Grundstücke.

Quelle: Jens Büttner

Gehrden. Für Henning Harter (SPD) und Hilmar Rump (FDP) steht fest. Das Neubaugebiet Gehrden-Ost mit seinen mehr als sieben Hektar müsse kommen. Das sei die logische Konsequenz, sagt Harter mit Blick auf die zügige Vermarktung der Grundstücke in den Baugebieten Am Thiemorgen und Großes Neddernholz. „Die Beliebtheit Gehrden in der Region Hannover als attraktiver Wohnstandort ist unbestritten“, wirbt Harter für das Projekt, von dem er sich Einnahmemöglichkeiten für die Stadt verspricht. 1,7 Millionen Euro durch den Verkauf der Flächen, dazu steigen die Einnahmen bei der Einkommenssteuer, meint Harter.

Auch Rump befürwortet das Baugebiet. „Seinen Lebensmittelpunkt nach Gehrden zu verlegen, lohnt sich“, betont er. Der Beweis sei die schnelle Vermarktung der Baugebiete im östlichen Kernstadtbereich. Nun fordert er die schnelle Ausweisung weiterer Baugebiete. Verbunden sei dies aber mit dem Erhalt der vorhandenen Infrastruktur und der Sicherung der Lebensqualität. „Wir müssen weiter investieren und nicht in Stillstand verharren“, sagt der Liberale.

Dort setzt die Kritik der CDU an. Sie hält es für verfrüht, weiteres Bauland anzubieten. Klaus Dörffer (CDU) vermisst klare Aussagen darüber, welche Folgekosten der Zuzug weiterer Bürger bringe. „Ich habe ein Problem mit einem zu schnellen Wachstum, bei der die Infrastruktur einer Kommune nicht mehr angemessen nachwachsen kann“, sagt er. Dörffer verwies in diesem Zusammenhang auch auf die Flüchtlinge, die die Stadt in den nächsten Monaten aufnehmen müsse. Notwendigen Konsequenzen seien die Erweiterungen von Kindergärten und Schulen. Und das koste Geld.

Das sieht auch Peter Lübcke (CDU) so. Schon jetzt reichen die Betreuungsangebote in den Kindertagesstätten und im Hort nicht mehr aus.  „Und im Haushalt 2016 ist kein Euro für eine notwendige Strukturentwicklung im Kita-Bereich aufgeführt“, bemängelt Lübcke. Für ihn ist sicher: Im nächsten Jahr wird die Stadt um eine größerer Investition im Kita-Bereich nicht herumkommen.

Auch die Grünen melden Vorbehalte an. Jörg Zehrfeld teilt die Bedenken der CDU. „Auch wir glauben, dass bei diesem Tempo, mit dem immer neue Baugebiete entwickelt werden, die erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen größer sein werden als der absehbare finanzielle Nutzen.“ Gleichzeitg fordern die Bündnisgrünen, dass in dem geplanten Baugebiet nur Energie-Plus- beziehungsweise Passivhäuser errichtet werden dürfen. „Mit Entsetzen sehen wir, dass erneut bester Ackerboden versiegelt wird“, sagt Zehrfeld.

SPD und FDP lehnen das ab. Die FDP setzt auf eine ökologische Verbraucherverantwortung. „Wir brauchen keine überzogenen Regulierungen und Vorschriften“, sagt Rump. Harter teilt diese Auffassung. „Wir wollen Freiwilligkeit“, sagt er. Sein Angebot: Der Bau von Häusern mit energieeffizienten Standards soll verstärkt gefördert werden. Der Zuschuss soll von bisher 3000 auf 6000 Euro erhöht werden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Gehrden
doc6soqvwyxj9cv4knfhn8
MCG-Schüler zeigen ihr musikalisches Können

Fotostrecke Gehrden: MCG-Schüler zeigen ihr musikalisches Können