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Kindergartenplätze werden knapp

Gehrden Kindergartenplätze werden knapp

In Gehrden werden die Plätze in den Kindergärten und im Hort knapp. Die Situation ist laut CDU mehr als angespannt. Sie fordert ein Konzept. Derweil hat die Stadt die Kindergartengebühren um 11 Prozent erhöht. Sie erhofft sich dadurch Mehreinnahmen in Höhe von 100 000 Euro.

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In Gehrden sind Plätze in der Krippe, im Kindergarten und im Hort inzwischen Mangelware.

Quelle: Julian Stratenschulte

Gehrden. In den Gehrdener Kindertagesstätten wird es eng - meint zumindest die CDU. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Heinrich Meinecke spricht sogar von „schwierige Belegungsverhältnisse“. Die Kapazitäten in den Einrichtungen seien weitgehend ausgeschöpft – und im nächsten Jahr sei mit weiteren Flüchtlingskinder, denen ein Platz zusteht, zu rechnen.  

Auch der Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Soziales und Senioren, Peter Lübcke (CDU), warnt. In der Kernstadt seien die Kindertagesstätten schon jetzt  belegt. Er schließt deshalb für das nächste Jahr eine größere Investition im Kitabereich nicht aus. Auch die Plätze im Hort sind ausgebucht. „Das Angebot ist nicht mehr ausreichend“, bemängelt Lübcke. Aus seiner Sicht wäre ein Umbau der Grundschulen in Ganztagsschulen nötig.

Dies wiederum ist teuer. Ein Gutachten kommt auf Umbaukosten in Höhen von etwa 10 Millionen Euro. Eine Investition, an die sich angesichts eines defizitären Haushalts zurzeit niemand so recht heranwagt. Erst 2018 soll mit der Realisierung dieser Pläne begonnen werden. Für Lübcke zu spät. Er fordert schnell ein schlüssiges Konzept, wie die Betreuung der Kinder und Grundschüler dauerhaft verbessert werden könne.

Unabhängig davon wird die Stadt die Kindergartengebühren ab August um 11 Prozent anheben. Grundsätzlich gilt: Das Einkommen wird zur Berechnung der Kindergartengebühren herangezogen. Vor allem Besserverdiener müssen damit rechnen, dass sie ab August erheblich mehr für die Kinderbetreuung zahlen müssen. Die Sozialstaffel und die Geschwisterermäßigung bleiben bestehen.

Der finanzielle Einsatz der Stadt im Betreuungsbereich ist immens. Bei mehr als 2,7 Millionen Euro liegen die jährlichen Personalkosten im Kindergartenbereich. Nur 15 Prozent dieser Ausgaben werden durch die Elternbeiträge gedeckt. Künftig sollen es immerhin 18 Prozent sein.

Ändern werden sich auch die Öffnungszeiten – zumindest in den Kindertagesstätten Am Castrum und Am Langen Feld. Auf Wunsch vieler Eltern sollen diese Einrichtungen ab August von 7 bis 17 Uhr geöffnet werden. Ob dieses Angebot auch auf andere Kindergärten übertragen wird, ist noch offen.

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