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Bürger wollen Bioladen in der Innenstadt

Gehrden Bürger wollen Bioladen in der Innenstadt

Der Bioladen in Gehrden schließt zum 3. September. Margret Speer hat deshalb eine Unterschriftenaktion initiiert. 350 Bürger haben sich eingetragen. Die Liste ist Wirtschaftsförderer Nurettin Demirel übergeben worden. Es soll ein neuer Standort gefunden werden.

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Für einen Bioladen in der Innenstadt: Gisela Wicke (von rechts), Gabriele Nytz, Nina Derben und Margret Speer übergeben Wirtschaftsförderer Nurettin Demirel die Listen mit mehr als 350 Unterschriften.

Quelle: Wirausky

Gehrden. Gabriele Nytz kauft seit Jahren im Bioladen Naturkost-am-Markt ein. Jetzt muss das Geschäft schließen. "Damit wird auch ein sozialer Treffpunkt zerstört", sagt die 67-Jährige. Mehr als 350 Kunden wollen das Ende des Bioladens nicht kommentarlos hinnehmen. Sie haben sich auf einer Unterschriftenliste eingetragen. "Wir wollen damit ausdrücken, dass wir einen Bioladen in der Innenstadt für wichtig halten", sagt Margret Speer, die die Initiative in Gang gebracht hat. Viele junge Familien hätten die Forderung unterstützt. 

Zumal es mit Nina Derben und Sabine Stasch zwei Geschäftsfrauen gibt, die einen Bioladen führen wollen. Sie hätten auch gerne das Geschäft von Betreiber Andreas Stumpf übernommen. Stumpf hat seinen Mietvertrag  gekündigt und will sich künftig auf seinen Biomio-Laden in Barsinghausen konzentrieren. Aus der Übernahme wurde aber nichts. In die Geschäftsräume des Bioladens am Markt wird ein Sanitätshaus einziehen.

Wirtschaftsförderer Nurettin Demirel begrüßt die Initiative der Kunden. "Damit können wir dokumentieren, dass die Nachfrage nach einem Bioladen groß ist", sagt er. Und er versprach, Nina Derben und Sabine Stasch bei der Suche nach einer geeigneten Verkaufsfläche in einer Größenordnung zwischen 100 und 150 Quadratmetern zu unterstützen. "Wir sind aktiv", sagt Demirel. Die Stadt sei bemüht, Wirtschaftsförderung zu leben.

Doch auch er weiß: Einfach wird es nicht, einen neuen Standort zu finden. "In der Stadt fehlen Flächen für kleinere Läden", sagt er. Es gebe zwar Konzept, große Ladenflächen zu verkleinern, doch das sei noch nicht ganz ausgereift.

Für die Kunden des Bioladens ist die zugesagte Hilfe von Demirel zumindest ein Hoffnungsschimmer. "Der Naturkostladen hat schließlich auch zur Belebung der Innenstadt beigetragen", sagt Speer - und genau das wollen doch die Politiker.

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Von Redakteur Dirk Wirausky

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