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Satellitenbüros in der Innenstadt

Gehrden Satellitenbüros in der Innenstadt

Einzigartiges Pilotprojekt in Gehrden: In der Innenstadt sollen in einem Gebäude Satellitenbüros eingerichtet werden.

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Lukas Schreier (von links), Cord Mittendorf, Nurettin Demirel und Wilhelm Klauser unterzeichnen den Kooperationsvertrag.

Quelle: Wirausky

Gehrden. Es ist noch eine Vision, doch Wilhelm Klauser ist zuversichtlich, dass sie in Gehrden Realität wird. Im Zuge des vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft geförderten Projekts Regio-LAB plant der Architekt und Stadtplaner ein dezentrales Bürokonzept. Unterstützt wird es vom Ostdeutschen Sparkassenverband (OSV).
Klauser ist Geschäftsführer der Berliner Firma InD-initialdesign, die an Konzepten für eine räumliche Entwicklung arbeitet. Seine Idee für Gehrden: Im Stadtzentrum sollen in einer Immobilie sogenannte Satellitenbüros eingerichtet und angeboten werden. Die Zeit dafür sei reif. „Die fortschreitende Digitalisierung fördert die Dezentralisierung“, meint der Experte mit Blick auf eine Arbeitswelt, in der häufig nur noch Laptop und Smartphone benutzt werden, und der Arbeitsplatz überall sein kann. Klausers Ansatz: Statt Stunden in den Berufsweg zu investieren, könnten Pendler direkt vor Ort ihrer Tätigkeit nachgehen. Und zwar nicht in den eigenen vier Wänden, sondern in einem Bürohaus, das auch als sozialer Treffpunkt dient.
Coworking ist das neudeutsche Wort für diese Arbeitsform. Freiberufler, Kreative, kleinere Startups oder Angestellte größerer Unternehmen arbeiten dabei zugleich in meist größeren, offenen Räumen. Sie agieren unabhängig voneinander und sind in unterschiedlichen Firmen und Projekten aktiv, aber teilen ihr Wissen und helfen sich untereinander. Bislang gibt es dieses Modell nur in Großstädten wie Berlin oder Hannover.
Klauser ist überzeugt, dass das Geschäftsmodell funktioniert: „Wir brauchen einen Anfang.“ Und Geduld in der Anfangsphase. Die Stadt Gehrden ist dazu bereit. Sie hat gestern einen Kooperationsvertrag mit dem Projekt Regio-LAB unterzeichnet.
Rainer Meyer, Wirtschaftsförderer der Region, ist gespannt. „Es ist eine tolle Idee, aber das Projekt braucht auch verlässliche Nutzer“, sagt er. Christian Brömer von hannoverimpuls wiederum sprach von einem zukunftsweisenden Ansatz und einem sehr familienkompatiblen Projekt.
Interessierte können sich am 22. November in einem Workshop über das Projekt informieren. Er beginnt um 15 Uhr im Rathaus.

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