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Grundschule soll neu gebaut werden

Gehrden Grundschule soll neu gebaut werden

In Gehrden soll auf dem Bolzplatz an der Oberschule soll die Grundschule Am Langen Feld neu gebaut werden. Dafür wird das alte Schulgebäude in einen Kindergarten umgewandelt.

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Die Grundschule Am Castrum ist im nächsten Schuljahr zu wenig Platz. Nun sollen Container aufgestellt werden.

Quelle: Ingo Rodriguez

Gehrden. Beschlossene Sache ist es noch nicht, doch die Überlegungen sind offenbar schon weit fortgeschritten und sehr konkret. Nach Plänen der Verwaltung soll die Grundschule Am Langen Feld in eine Kindertagesstätte umgewandelt werden. Dafür soll sie auf dem gegenwärtigen Bolzplatz in Sichtweite der Oberschule neu gebaut werden. Und zwar so groß, dass dort dreizügig unterrichtet und ein Ganztagsangebot gemacht werden kann. Der Charme dieser Lösung: Es müsste keine zusätzliche Mensa in der neuen Schule eingerichtet werden, weil die Grundschüler ihr Mittagessen in der Oberschule einnehmen könnten. Eine Erweiterung des Gebäude der Grundschule Am Langen Feld, um es ganztagstauglich zu machen, ist nicht möglich – es fehlt die notwendige Fläche. Die Kosten für den Neubau liegen voraussichtlich bei vier Millionen Euro. Für die Umwandlung der alten Grundschule in eine Kindertagesstätte müsste etwa 120000 Euro ausgegeben werden.

Ein weiterer Grund für den geplanten Neubau ist, dass die Grundschule Am Castrum die Zahl der Schüler nicht mehr aufnehmen kann. Auf eine Fünfzügigkeit ist sie nicht ausgerichtet. Sie soll entlastet werden.
Umbauten sind dort dennoch nötig. Um an der Grundschule die Jungen und Mädchen auch nachmittags betreuen zu können, muss unter anderem eine Mensa gebaut werden. Außerdem ist das Gebäude sanierungsbedürftig. Vermutlich zwischen sechs und sieben Millionen Euro muss die Stadt in die Schule investieren.

Die Kosten für den Neubau der Grundschule Am Langen Feld und der Umbauarbeiten an der Grundschule Am Castrum sollen in den Haushalt 2017 eingebracht werden.Über den Vorschlag der Verwaltung wird nun in den Fraktionen beraten.

Wie eng es in der Grundschule Am Castrum ist, zeigt, dass bereits für das nächste Schuljahr mobile Unterrichtsräume aufgestellt werden müssen. Gebraucht werden ab August ein zusätzliches Klassenzimmer und ein Gruppenraum, sowie für das Schuljahr 2017/18 zwei weitere Räume. Der Grund sind die steigenden Schülerzahlen durch den Zuzug von Kindern in den Neubaugebieten und von Flüchtlingen. Bereits ab Sommer muss Am Castrum, fünfzügig unterrichtet werden, dafür ist das Gebäude aber zu klein. Eine bauliche Erweiterung der Schule mache vor dem Hintergrund der Diskussion über eine Ganztagsbetreuung an den Gehrdener Grundschulen und die damit verbundene angedachte Umgestaltung der Schule aus Sicht der Verwaltung keinen Sinn. Zur Grundschule Am Castrum gehen zurzeit etwa 350 Jungen und Mädchen in 16 Klassen. Das Gebäude wurde 1953 gebaut, 2010 ist es modernisiert worden.
Die Kosten für den Erwerb von neuen mobilen Unterrichtsräumen liegt nach einer ersten Berechnung der Verwaltung bei etwa 225 000 Euro. Eine andere Variante wäre, die zurzeit am Matthias-Claudius-Gymnasium genutzten und von der Stadt gemieteten Container, die ab Juli nicht mehr benötigt werden, der Grundschule Am Castrum zur Verfügung zu stellen. Die Mietkosten betragen pro Container und Jahr 16 000 Euro.
Beraten wird über das Thema am Mittwoch, 13. April, in der Sitzung des Rates. Sie beginnt um 18.30 Uhr im Bürgersaal.

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Von Redakteur Dirk Wirausky

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