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Strommarkt soll im Frühjahr starten

Gehrden Strommarkt soll im Frühjahr starten

In Gehrden soll nachhaltig gewonnener Strom ab dem Frühjahr auf kurzem Weg vom Produzenten zum Verbraucher gelangen: Dafür setzen sich Johannes Voges und Jan Scheffczyk ein. Sie wollen als Teil des Projekts Strombewegung ab sofort wöchentlich auf dem Bauernmarkt um Interessenten werben.

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Johannes Voges (rechts) spricht mit Felix Mensching (von links), Gerhard Schroeter, Jon Franck, Esther Strey und Wernhard Thielemann über den geplanten Strommarkt.

Quelle: Carsten Fricke

Gehrden. "Ich bin mit dem Feedback echt zufrieden", sagte Voges bei der Premiere ihrer Informationskampagne in einem Bauwagen in der Fußgängerzone. Rund 20 Gehrdener hätten schriftlich ihr Interesse bekundet, ihren Strom vom nächsten Jahr an direkt von im Stadtgebiet vorhandenen Photovoltaik-, Windenergie- und Biogasanlagen zu beziehen. Zusammen mit weiteren Verbrauchern von außerhalb des Stadtgebiets zähle das Projekt, das vom Energieversorger Eon gefördert wird, damit bereits mehr als 100 Interessenten.

"Ziel ist, die Region mehr und mehr von der Stromerzeugung von außerhalb unabhängig zu machen", betonte Voges. Bisher fehle jedoch ein sinnvolles Konzept, die Verbraucher und Produzenten regional zusammenzubringen. Als Vermittler solle daher ein Strommarkt in Gehrden geschaffen werden, der im ersten Quartal 2016 starten soll.

"Aktuell sind wir dafür in der Vorbereitungsphase", sagte Voges. Das geplante Unternehmen, das voraussichtlich als GmbH betrieben wird, solle den Strom zwischen den Erzeugern und Verbrauchern vermitteln und sich unter anderem um die Abrechnungen mit dem Netzbetreiber sowie die Verbrauchserfassung über digitale Stromzähler kümmern.

Die Strommenge aus erneuerbaren Energiequellen im Stadtgebiet sei bereits sehr hoch. Schon jetzt sei Gehrden bilanziell zu 90 Prozent ein Selbstversorger. Da die Stromproduktion jedoch je nach Windstärke und Sonneneinstrahlung schwankt, werde das Unternehmen bei Bedarf überregional auch Strom aus Wasserkraftwerken zukaufen, um genügend Strom aus erneuerbaren Energiequellen gewährleisten zu können. Der vorgesehene Preis für eine Kilowattstunde Strom sei mit 26,9 Cent vergleichbar mit dem anderer Ökostromanbieter.

Von Carsten Fricke

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