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Die Suche nach einem Ganztagskonzept

Gehrden Die Suche nach einem Ganztagskonzept

Die Tür ist zu, wenn der Rat zu einer nicht öffentlichen Informationsveranstaltung zusammenkommt. Das Thema: die Ganztagsbetreuung in der Grundschule. Nach wie vor fehlt ein Konzept.

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Für die Umwandlung in eine Ganztagsschule ist die Grundschule Am Langen Feld zu klein. Möglichkeiten, sie zu erweitern gibt es zudem nicht.

Quelle: Wirausky

Gehrden. Als vor einem Jahr eine Kostenberechnung für die beiden Gehrdener Grundschulen im Zuge der Ganztagsbetreuung vorgelegt wurde, verschlug es den Kommunalpolitikern die Sprache. Etwa 10 Millionen Euro müsste die Stadt dafür ausgeben, um die Schulgebäude Am Langen Feld und Am Castrum ganztagstauglich zu machen. Nicht berücksichtigt ist dabei die dringend erforderliche Sanierung der Grundschule Am Castrum. Ein Betrag, den die Haushaltssituation nicht hergibt. Doch die Zeit drängt. Die Nachfrage nach Hortplätzen steigt und kann kaum gestillt werden. Nun sollen endlich die Weichen gestellt werden.

Henning Harter sagte kürzlich bei der Mitgliederversammlung der SPD, dass kreative Ideen entwickelt werden müssten, damit auch im Primarbereich ein passgenaues Ganztagsangebot entstehen kann. Eine Lösung nannte der SPD-Fraktionsvorsitzende nicht, er forderte allerdings eine baldige Entscheidung.

Diskutiert werden bereits seit einiger Zeit verschiedene Modelle. So wird angeblich auch darüber nachgedacht, die Grundschule Am Langen Feld in eine Kindestagesstätte umzuwandeln. Dafür soll eine neue Schule auf dem Bolzplatz neben der Oberschule errichtet werden. Der Grund dieser Überlegung: Um die Grundschule Am Langen Feld auf einen Ganztagsbetrieb umstellen zu können, müsste sie erweitert werden – doch dafür fehlt der Platz, weil alle Grundstück um das Gebäude herum inzwischen als Bauland verkauft worden sind. Wie realistisch diese Überlegung ist, ist unklar. Ein Neubau würde Millionen verschlingen.

Offen ist auch, ob überhaupt beide Grundschulen eine Nachmittagsbetreuung anbieten sollen. Denn eine Überlegung ist, das Angebot nur an der Grundschule Am Castrum zu machen. Davor wiederum hatte ein Experte gewarnt. „Sie dürfen die kleine Grundschule nicht abhängen. Sie wird ausbluten“, sagte Stefan Appel vom Ganztagsschulverband bei einem Vortrag vor drei Jahren. Offiziell vom Tisch ist die einst von der CDU ins Gespräch gebrachte Variante, die Grundschule Am Langen Feld zu schließen und die Grundschule Am Castrum zu einer Ganztagsschule auszubauen. Diese Idee hatte einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Grüne und SPD hatten daraufhin betont, dass es eine Schließung der Grundschule Am Langen Feld mit ihnen nicht geben wird. Eine weitere Überlegung: Beide Lehranstalten bleiben Halbtagsgrundschulen mit verlässlicher Betreuung und die Nachmittagsbetreuung im Hort wird ausgebaut. Variante vier könnte eine organisatorische, räumliche oder teilräumliche Zusammenführung der Grundschulen im Ganztagsbetrieb sein. Was auch immer entschieden wird: Es kostet Geld.

Fest steht dagegen, dass die Kindertagesstätte Am Nedderntor um zwei Krippengruppen mit 30 Plätzen erweitert wird. Ab Sommer könnte sonst der Rechtsanspruch der Eltern nicht mehr erfüllt werden. Gut 30 000 Euro betragen die notwendigen Umbaukosten. Gleichzeitig soll die VHS an die Hornstraße ziehen – und zwar dort, wo zurzeit noch die Sozialstation untergebracht ist. Sie zieht in Kürze an die Kirchstraße. Mit den Plänen befasst sich der Ausschuss für Bildung, Soziales und Senioren am Dienstag, 5. April, ab 18 Uhr im Bürgersaal.

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