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Erneuerung der Kapelle soll weiter gehen

Everloh Erneuerung der Kapelle soll weiter gehen

Der Vorstand der Kapellengemeinde Everloh lässt nichts unversucht, um das nahezu 140 Jahr alte Gotteshaus für die nächsten Generationen als Wahrzeichen des Dorfes zu erhalten. Nach der Sanierung von Dach, Fassade und Innenputz sollen nun Altar, Orgel und Glocke überholt werden.

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Der Vorsitzende Wilhelm Trümner (links) Und Pastor Martin Funke begutachten die verblassten Schnitzbilder des historischen Altars in der Everloher Kapelle.

Quelle: Ingo Rodriguez

Everloh. Die Instandsetzung soll weiter gehen - da sind sich die Mitglieder des Vorstands einig. "Die Kapelle ist der Lebensmittelpunkt des Dorfes. Für den Erhalt sind der bisherige Einsatz und auch weitere Aktionen gerechtfertigt", sagt der Vorsitzende Wilhelm Trümner.

Was er meint, wird bei einer Bilanz der jüngsten Sanierungsmaßnahmen deutlich: Etwa 35 000 Euro haben vor etwa eineinhalb Jahren die Sanierung von Dach, Fassade und Innenputz des 138 Jahre alten Gotteshauses gekostet. Rund 9000 Euro davon hatten die Everloher Bürger gespendet. Der Betrag kam mithilfe eines freiwilligen Kirchgelds, durch den Erlös eines Festes und aus Kollekten zusammen. Den Rest der dringend nötigen Arbeiten bezahlte Kirchenkreis erst nach einigem Zögern. „Das große Engagement der Gemeindemitglieder hat die Verantwortlichen dann überzeugt“, sagt Trümner.

Eineinhalb Jahre später setzt der Kapellenvorstand wieder auf Förderzusagen - und auf die Spendenbereitschaft der Dorfbewohner. Allen, die bislang zu den Verbesserungen beigetragen haben, sei gedankt, sind sich die Vorstandmitglieder einig. Trotzdem gebe es noch "einige Baustellen". Deshalb hofft der Vorstand auf Unterstützung. "Ohne Hilfe können wir die geplanten Instandsetzungen nicht finanzieren, deshalb rufen wir erneut zu einem freiwilligen Kirchgeld auf", sagt Trümner.

Die kostspieligste Erneuerung wird laut Vorstand für die notwendige Überholung der Kirchenorgel fällig: "Zu Verbesserung des Klangs soll die Pfeifenreihe des Bassregisters ausgetauscht werden, außerdem muss das gesamte Instrument gründlich gereinigt werden", sagt Pastor Martin Funke. Geschätzte Kosten: rund 15 000 Euro - ein Zuschuss der Landeskirchevon bis zu 30 Prozent sei jedoch möglich.

Verbessern ließe sich laut Vorstand auch der Ton der Bronzeglocke aus dem Jahr 1670: Für den Austausch des Stahljoches, des überlangen Klöppels und den Einbau einer neuen Läutemaschine ist einem Gutachten zufolge mit Kosten von rund 4200 Euro zu rechnen. Weitere rund 2000 Euro soll die Restauration des spätgotischen Schnitzaltars kosten. Das geht ebenfalls aus einer Expertise der Landeskirche hervor. Der Altar gilt laut Kapellenvorstand als bedeutendes Werk niedersächsischer Bildschnitzkunst, wurde um 1520 gefertigt und stammt ursprünglich aus dem Kloster Wennigsen. Dank eines Zuschusses der Landeskirche und einer Spende seien rund 50 Prozent der Kosten für die Altarrestaurierung aber bereits gedeckt.

Trotzdem weiß der Vorstand: Für alle geplanten Instandsetzungen ist eine erhebliche Spendensumme notwendig. "Wir freuen uns über kleine und große Spenden, unabhängig davon, ob jemand Mitglied der Kapellengemeinde ist oder sich einfach dem Dorf und der Kapelle verbunden fühlt", sagt Trümner.

Historisches Gotteshaus gilt als Juwel

Die Everloher Kapelle wurde 1878 im neugotischen Stil errichtet. Baumeister Conrad Wilhelm Hase, der auch Bauherr der Christuskirche in Hannover war, wurde 1873 beauftragt, eine Kapelle zu bauen, die 100 Menschen Platz bot. Das alte Gotteshaus in Everloh war baufällig geworden und musste abgerissen werden. Hase schuf ein Gotteshaus, das mit seinen Spitzbögen und Gewölben als Juwel der neugotischen Backsteinkunst der Hannoverschen Schule gilt. Am 23. Mai 1878 wurde die Kapelle geweiht.

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