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Gehrden Sport verbindet

Der SV Gehrden hat ein Integrationsprojekt gestartet. Flüchtlingsfamilien sind eingeladen, gemeinsam Sport zu treiben.

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Sport, Spiel und Spaß: Beim SV Gehrden können sich Flüchtlingsfamlien austoben.

Quelle: Wirausky

Gehrden. Mit einem Luftballon ist es so eine Sache, muss Zahra feststellen. Er gehorcht einem nicht immer so wie man es sich wünscht. Fast durch die ganze Turnhalle muss die Vierjährige rennen, um ihn wieder fest im Griff zu haben. Doch der Begeisterung tut das keinen Abbruch. Rund 30 Kinder und Erwachsene aus Syrien, Afghanistan, Irak, Libanon, Iran und Sudan kommen einmal die Woche zusammen, um gemeinsam Sport zu treiben. Initiatorin dieses Angebots für Flüchtlingsfamilien, das vom Landessportbund gefördert wird, ist Petra Dobiasch. Sie ist seit 20 Jahren Übungsleiterin beim SV Gehrden. Es sei der Versuch, die Menschen aus anderen Ländern spielerisch zu integrieren – „und ihnen nebenbei auch die deutsche Sprache zu vermitteln“, sagt Dobiasch. Immer wieder werden deshalb Übungen in das Sportprogramm eingestreut, bei denen das Sprechen dazu gehört. Daneben gibt es Ball- und Geschicklichkeitsspiele sowie Turn- und Koordinationsübungen.
Wichtig ist Dobiasch auch, dass nicht nur Frauen und Kinder kommen, sondern auch Väter mitmachen. „Sie haben genügend Zeit, sich einzubringen“, sagt Dobiasch. Gleichzeitig sollen sie Mitverantwortung für den Alltag ihrer Kinder übernehmen, meint Dobiasch. Noch ist der Zuspruch von männlicher Seite aber eher verhalten.
Für Dobiasch stellt völlig außer Frage: Sport ist für sie ein wichtiger Bestandteil und geeigneter Weg der Integration. „Die Flüchtlinge erhalten dadurch Zugang zu Deutschen und können unsere Lebens- und Arbeitsweise kennenlernen und besser verstehen“, glaubt Dobiasch. Ein weiters Ziel ist, die Flüchtlingskinder in die Sportgruppen des Vereins zu integrieren.
Unabhängig davon gilt aber: „Sport macht Spaß.“ Für Zahra und ihre zahlreichen Mitstreiter ist das keine Frage – trotz des etwas widerspenstigen Luftballons.

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