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Diskussionsrunde findet wenig Anklang

Flüchtlinge in Gehrden Diskussionsrunde findet wenig Anklang

Das Interesse am Thema Flüchtlinge ist in Gehrden bislang eher zurückhaltend. Zu einer Diskussionsrunde am Donnerstagabend im Parkhouse fanden sich lediglich 25 interessierte Bürger ein.

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Wohin mit den Flüchtlingen? Die Stadt sucht Lösungen.

Quelle: Symbolbild (dpa)

Gehrden. Glaubt man Nicole van der Made, dann werden sich die Gehrdener in Zukunft aber intensiv mit Menschen aus Krisen- und Kriegsgebieten auseinandersetzen müssen. „Sie suchen bei uns Zuflucht, Frieden und Sicherheit“, sagte die Ratsfrau bei der Veranstaltung, zu der die Bündnisgrünen eingeladen hatten. Die Zahl der Flüchtlinge werde steigen. Der Leiter der Tafel, Peter Radike, pflichtete ihr bei. „Es kommen neue Herausforderungen auf uns zu“, sagte er. Bei der wöchentlichen Ausgabe von Lebensmitteln merke er das bereits. 36 Prozent der Kunden sind Zuwanderer. „Wir alle sind aufgerufen, auf sie zuzugehen“, sagte Radike. Er wünsche sich deshalb, dass sich die Gehrdener stärker mit dem Thema und den Neuankömmlingen beschäftigen.

Zurzeit leben 164 Asylbewerber am Burgberg. Betreut werden sie vor allem von 35 ehrenamtlichen Helfern, die im Arbeitskreis Willkommenskultur zusammengefasst sind. Federführend sind neben Radike die Integrationsbeauftragte Renate Möller und die städtische Sozialarbeiterin Ina Bauer. „Es funktioniert bislang gut“, sagt Radike. Die Gruppe versucht mit zahlreichen Angeboten wie Sprachkursen an der VHS, einem Kreativ-Café oder Schwimmunterricht für Frauen die Integration im Stadtgebiet zu fördern. „Es reicht nicht, wenn wir die Menschen nur formal empfangen“, sagte Radike.

Die Neuankömmlinge werden vom ersten Tag an betreut. „Bislang ist es uns gelungen, jeder Familie eine Person zur Seite zu stellen, die hilft“, sagte Bauer. Unterstützung erhalten Zuwanderer unter anderem bei Behördengängen und Arztbesuchen, die Kinder begleiten die Helfer in der Schule. Wichtig sei aber auch, die Menschen in den Alltag einzubeziehen und mit ihnen im Gespräch zu bleiben, forderte Renate Möller.

Die Asylbewerber konnten bislang in Privatwohnungen dezentral untergebracht werden. Weiterer Wohnraum wird aber benötigt.

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