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Iranische Kultur im Gemeindesaal

Gehrden Iranische Kultur im Gemeindesaal

Einen interkulturellen Abend haben der Verein Freiraum und die Margarethengemeinde in Gehrden organisiert. Im Mittelpunkt standen Texte und Musik aus dem Iran.

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Die beiden iranischen Künstler Noshin Shahroki und Eshan Ebrahimi sind Gast beim interkulturellen Abend.

Quelle: Rabenhorst

Gehrden. Ganz im Zeichen poetischer Texte und improvisierter Klänge auf der persischen Santur stand die musikalische Lesung, zu der der Verein Freiraum und die Margarethengemeinde Gehrden eingeladen hatten. Mehr als 80 Zuhörer sind zum interkulturellen Abend mit der Iranerin Noshin Shahroki und ihrem Landsmann Eshan Ebrahimi in den voll besetzten Gemeindesaal der evangelischen Kirchengemeinde gefolgt. „Ich bin überwältigt von der Resonanz. Damit hätten wir niemals gerechnet“, begrüßte Angela Hirschhausen vom Freiraum die Gäste.

Die seit einigen Jahren in Gehrden lebende Noshin Shahroki las sowohl aus ihrem Buch „Unerfüllte Träume einer Iranerin“ als auch aus noch unveröffentlichten Kurzgeschichten über die Magie der Sprache. In ihrem ersten in deutscher Sprache erschienenen Roman gelingt es der 1964 in Teheran geborenen Germanistin und Religionswissenschaftlerin nicht nur die patriarchalistischen Männer zu demaskieren, sondern sie entlarvt auch die innere Verlogenheit jener fanatischen Frauen, die an dem Elend der Frauen im Iran maßgeblich beteiligt sind.

Den besonderen Reiz im Gemeindesaal machte die Kombination der Wort- mit der Klangkunst aus. Eshan Ebrahimi schuf zu jedem Textbild mit seinen eigenen Kompositionen „Saitensprünge-persische Miniaturen“ auf der Santur den dazu passenden Klangraum. Dabei spielte er die trapezförmige Zither-Variante mit den kleinen Holzschlegeln so virtuos und mit überzeugend abgestufter Dynamik, dass seine Improvisationen die Zuhörer in eine melancholische Welt versetzten.

Das Publikum folgte den für hiesige Ohren neuartigen Tonfolgen mit beinah atemloser Aufmerksamkeit. Unter den Besuchern waren auch Flüchtlinge aus dem Iran, die die Rhythmen und musikalischen Motive mit erkennbarer Freude genossen.

Nach dem exzellenten Hörerlebnis blieb genug Zeit, sich bei dem von der Vereinsvorsitzenden Renate Möller mit Migrantinnen vorbereiteten internationalen Buffet zu unterhalten.

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Angela Hirschhausen (ganz links) ist begeistert über den Besucheransturm beim interkulturellen Abend.

Quelle: Rabenhorst

Von Heidi Rabenhorst

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