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Ein Internetcafé für Flüchtlinge

Gehrden Ein Internetcafé für Flüchtlinge

Die Freiwilligen-Agentur freiraum richtet ein Internetcafé für Flüchtlinge ein. Möglich wurde das durch einen Zuschuss des Bundes.

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Die CDU-Bundestagabgeordnete  Maria Flachsbarth (Dritte von links) besucht Anné Dobiey, Auri Rischkopf, Renate Möller, Helga König und Ruth Weißenborn in der Freiwilligen-Agentur an der Dammstraße.

Quelle: Wirausky

Gehrden. Neues Projekt in der Freiwilligen-Agentur freiraum. Ab Oktober wird in den Räumen des Vereins an der Dammstraße zweimal in der Woche ein Internetcafé eingerichtet. Möglich ist das durch einen Zuschuss der 500-Land-Initiativen des Bundes geworden. Damit soll ehrenamtliches Engagement zur Integration von Flüchtlingen gefördert werden.

Von feiraum kam eine Bewerbung, die berücksichtigt wurde. Ein einmaliger Betrag in Höhe von 10 000 Euro wurde zweckgebunden für das Projekt „Internetcafé für Flüchtlinge“ bewilligt. Von der Summe hat die Agentur zehn Laptops angeschafft; außerdem werden Computer-Kurse für Einsteiger angeboten.

Für Vereinskoordinatorin Anne Dobiey wird mit dem neuen Angebot eine Lücke geschlossen. „Viele Geflüchtete besitzen keinen Computer“, weiß sie. Mit Hilfe der neuen Laptops können sie nun in der Agentur Entschuldigungen für die Schule bis hin zu Bewerbungen verfassen und ausdrucken. Nach Ablauf des Förderzeitraums von einem Jahr sollen die Laptops nicht nur Flüchtlingen zur Verfügung gestellt werden. „Wir wollen sie auch für andere Interessenten nutzen“, sagte Dobiey.

Seit mehr als zwei Jahren gibt es die Freiwilligen-Agentur freiraum. Und es sei vor die Integrationsarbeit, die die ehrenamtlichen Mitarbeiter in Atem gehalten habe. „Zahlreiche Geflüchtete werden von uns begleitet“, sagte sie. Zurzeit wirken 40 Freiwillige in der Flüchtlingsarbeit mit. Außerdem sei die Agentur eine neutrale Anlaufstelle für die Zuwanderer. „Anfangs mussten wir ganz neue Strukturen schaffen und es sind erhebliche Anforderungen an die Flüchtlingshelfer gestellt worden“, berichtete Dobiey. Inzwischen sei es etwas ruhiger geworden und die Abläufe seien besser geregelt – auch mit der Stadtverwaltung.

Eine Unsicherheit bleibt allerdings. „Wir brauchen Fördergeld“, sagte Dobiey. Zurzeit wird die Agentur vom Land mit 18 000 Euro und von der Stadt mit 10 000 Euro unterstützt. „Das ist wichtig für uns“, so Dobiey.

Gestern war die CDU-Bundestagsabgeordnete Maria Flachsbarth zu Gast. Und sie war beeindruckt und ehrlich. „Wir sind in Berlin sehr abhängig von der ehrenamtlichen Arbeit vor Ort“, sagt die CDU-Politikerin. Ohne dieses Engagement wäre die Integration der Geflüchteten nicht möglich. „Wir wollen keine Parallelgesellschaft aufbauen“, so Flachsbarth. Zudem sagte sie, dass die Arbeit der Freiwilligen-Agentur auch in Zukunft unterstützt werden müsse - auch finanziell.

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Von Redakteur Dirk Wirausky

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