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Kleingärtner blicken optimitisch nach vorne

Gehrden Kleingärtner blicken optimitisch nach vorne

Auch wenn durch den neuen Lidl-Supermarkt Parzellen weichen müssen: Die Stimmung bei den Kleingärtnern zwischen Stadtweg und Ronnenberger Straße ist nach wie vor gut. Für die kommende Saison werden nun Nachnutzer für vier Gartenflächen gesucht.

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Ein Rundgang durch die Kleingartenkolonie Schüttewiese.

Quelle: Nils Oehlschläger

Gehrden. Der Erste Vorsitzende des Kleingartenvereins, Dieter Sewig, bedauert zwar den Verlust von gut 12 Parzellen. Auf ihnen soll im kommenden Jahr der neue Supermarkt gebaut werden. Beklagen will er sich darüber aber nicht. "Wir haben da schweren Herzens zugestimmt", sagt Sewig. "Aber das Gelände gehört uns nun einmal nicht." Auch nach den Bauarbeiten stünden noch immer 150 Kleingärten nahe der katholischen Kirche. Und von Betroffenen wollten laut Sewig ohnehin nur zwei ihre Gärten weiter betreiben.

"Das ist eine ganz normale Situation, dass im Laufe eines Jahres vier bis sechs Personen ihre Kleingärten aufgeben", sagt der Vorsitzende. Alter, Gesundheit oder Aufwand nennt er als häufigste Gründe für den regelmäßigen Abbruch an Mitgliedern. Doch es kämen immer wieder neue Interessenten nach. "Die Nachfrage ist im Moment recht gut, auch von jungen Leuten mit Kindern", sagt Sewig. Diese kämen zu 90 Prozent aus dem näheren Umfeld Gehrdens. Der Rest nehme teils weite Anfahrtswege für ihr eigenes Stück Garten in Kauf - etwa aus dem Stadtgebiet Hannovers.

Nun haben vier Kleingärtner angemeldet, ihre Parzellen abgeben zu wollen. "Die Pächter sind noch auf ihren Gärten drauf", sagt Sewig. "Wenn sich jemand meldet, der Interesse an einem Kleingarten hat, müsste der sich mit den Vorpächtern in Verbindung setzen." Kämen beide Parteien zu einer Einigung über den Zeitpunkt der Übernahme und die Höhe eines etwaigen Abschlages für Haus und Gerätschaften, bringe der Vorstand des Kleingartenvereins die Verhandlungen zu einem Abschluss.

Sorge, dass Parzellen dauerhaft nicht besestzt werden könnten, hat der Vorsitzende zumindest nicht. "Es gab in der Vergangenheit keinen Garten, der über längere Zeit frei gewesen wäre", sagt Sewig. Daran könne auch das wechselhafte Aprilwetter derzeit nichts ändern. "Die Gartensaison fängt ja gerade erst an", sagt der Kleingärtner geduldig.

Lohnt sich Lidl für die Umwelt?

Da der geplante Lidl-Markt mit einem Dutzend Kleingärten auch für die Naherholung wichtige Grünflächen verdrängt, ist die Supermarktkette durch die Stadtverwaltung beauftragt worden, entsprechende Ausgleichsflächen zu schaffen. Die überwiegend grüne Minderheit im Rat, die gegen den Bau des Supermarkts an der Ronnenberge Straße ist, will den Prozess nun möglichst in ihrem Sinne beeinflussen. So lautet ein Antrag der Grünen, Lidl solle die neue Filiale in umweltverträglicher Energiebauweise errichten. Diese beinhaltet eine einergieeffizente Isolation des Gebäudes sowie eine umweltschonende Temperaturregulierung. Der Antrag soll am Dienstag, 9. Mai, im Ausschuss für Bau- und Städteplanung besprochen werden. Beginn ist um 18 Uhr im Besprechungsraum 1.22/1.23 des Rathauses.

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Von Nils Oehlschläger

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