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Kleingartenverein gibt Grundstück an Lidl ab

Gehrden Kleingartenverein gibt Grundstück an Lidl ab

Für den Bau einer neuen Filiale gibt der Kleingartenverein Gehrden einen 8000 Quadratmeter großen Teil seines Grundstücks an die Supermarkt-Kette Lidl ab. Das hat Dieter Sewig, erster Vorsitzender des Vereins auf der Mitgliederversammlung bekanntgegeben.

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Der erste Vorsitzende, Uwe Sewig, sprach bei der Jahresversammlung auch über den Handel mit Lidl.

Quelle: Johanna Kruse

Gehrden. Lidl will Anfang 2018 mit dem Neubau an der Ronnenberger Straße beginnen. Nachdem die Filiale am Dammtor 2013 wegen der zu geringen Verkaufsfläche geschlossen wurde, war die Supermarkt-Kette auf der Suche nach einem neuen Standort in Gehrden. Die Gespräche mit dem Kleingartenverein Gehrden, auf dessen Grundstück das neue Geschäft entstehen soll, wurden nun erfolgreich abgeschlossen. Der Kleingartenverein wird Teilstücke der Kolonie verkauften. Insgesamt sind zwölf Gärten betroffen, das entspricht einer Fläche von etwa 8000 Quadratmetern.

Während der Jahresversammlung des Kleingartenvereins am vergangenen Sonnabend zog der erste Vorsitzende, Dieter Sewig, Bilanz und informierte die knapp 100 Mitglieder über den aktuellen Stand. "Die Besitzer der Pazellen sind bereits informiert und alles geht seinen Weg. An der Entscheidung ist jetzt nichts mehr zu ändern", sagte Sewig. Nach einem erneuten Treffen zwischen Lidl und dem Vorstand sei es zu der Einigung gekommen. Der Neubau wird bei der Tagung des Bauauschusses am Mittwoch, 30. November, ebenfalls Thema sein.

Im Oktober 2017 will der Verein die zwölf Gärten an der Ronnenberger Straße an Lidl übergeben. Der Baubeginn der neuen Filiale soll Anfang 2018 folgen. Sewig rechnet mit einer angemessenen Entschädigung. "In Hannover gab es einen ähnlichen Fall, wo der Kleingartenverein mit 6000 Euro pro abgegebenen Garten, plus einem neuen Garten entschädigt wurde. Wir gehen davon aus, dass die Entschädigung in unserem Fall weit über diesem Satz liegen wird", berichtete er.

Das Thema beschäftigt den Vereinsvorstand bereits seit 2004. Trotz der Entschädigung durch Lidl, wies der erste Vorsitzende darauf hin, dass dies eine traurige Entwicklung für den Verein sei. "Natürlich kann Geld hier nicht entschädigen", sagte Sewig, "Aber wir müssen an unsere Zukunft denken und die liegt nicht in der Vergangenheit."

Von Johanna Kruse

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