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Konfirmanden besuchen die Tafel

Gehrden Konfirmanden besuchen die Tafel

Was es heißt, arm zu sein, haben die Konfirmanden aus Benthe, Everloh, Northen und Lenthe erfahren. Sie haben mit Diakonin Katrin Wolter die Tafel in Gehrden besucht. Dort informierten sich die Konfis über die Arbeit der Tafel und das Thema Armut.

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Acht Konfirmanden besuchen gemeinsam mit der Diakonin Katrin Wolter die Gehrdener Tafel. Sprecher Peter Radike (links) zeigt ihnen, wo die Lebensmittel gelagert werden.

Quelle: Rabenhorst

Gehrden. Peter Radike, Sprecher der Ausgabestelle, besprach mit den Besuchern, was Armut eigentlich ist, wie sie entsteht und wann man als arm gilt. Außerdem wurden die verschiedenen Formen der Armut genannt. „Armut ist nicht nur finanziell zu sehen. Auch wenn einem Freunde, eine gute Bildung oder ein Elternteil fehlt, ist man arm“, sagte Radike.
In schwierige wirtschaftliche Verhältnisse kämen Menschen meist unverschuldet. „Manche verlieren ihren Job, weil die Firma Arbeitsplätze streicht, oder weil sie wegen eines Schicksalsschlags nicht mehr arbeiten können“, sagte er.
Die zwölf- bis 14-jährigen Konfirmanden hatten sich schon länger mit dem Thema befasst. Der Besuch bei der Tafel soll zeigen, wie wichtig solche Organisationen für Menschen sind, die nicht viel zum Leben haben.
„Ich hätte nicht gedacht, dass in Gehrden die Armut ein Thema ist“, sagte die 13-jährige Jenna. Sie könne sich durchaus vorstellen, ihr Schulpraktikum bei der Gehrdener Tafel zu absolvieren.
In Gehrden gibt es die Tafel seit fünf Jahren. „Wir haben mit 26 Bedarfsgemeinschaften begonnen“, erinnert sich Radike. Heute versorgt die Tafel mit ihrem Laden am Kantplatz 220 sogenannte Bedarfsgemeinschaften und erreicht damit gut 500 Personen mit insgesamt 150 Kindern im Alter von null bis 18 Jahren.

35 ehrenamtliche Helfer vorsorgen wöchentlich die Tafelkunden mit Lebensmitteln.  Die Struktur hat sich durch Zuwanderung von Flüchtlingen enorm verändert. „Mehr als 60 Prozent der Kunden sind Menschen mit Migrationshintergrund“, berichtet Radike.

Von Heidi Rabenhorst

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