Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Schulung soll Übersetzern Ängste nehmen

Gehrden Schulung soll Übersetzern Ängste nehmen

Lieber noch einmal nachfragen und immer Neutralität bewahren: Diese beiden wichtigen Ratschläge hat eine Sprachwissenschaftlerin jetzt 13 ehrenamtlichen Dolmetschern bei einem Workshop der Freiwilligen-Agentur freiraum in Gehrden gegeben. Bei der Schulung lernten die Übersetzter methodische Tricks.

Voriger Artikel
Nachwuchs kickt mit neuen Minibällen
Nächster Artikel
Pfarrer verteilt Leckerlies und spricht Gebet

Fehlersuche und methodische Hilfestellung: Die Workshopleiterin Ortrun Kliche (links) analysiert mit den ehrenamtlichen Dolmetschern per Beamer einen Lehrfilm für Übersetzer.

Quelle: Ingo Rodriguez

Gehrden. Welches denn die größte Schwierigkeit für ehrenamtliche Dolmetscher sei - beim möglichst simultanen Übersetzen von Elterngesprächen in Schulen, bei Behördengängen und Arztbesuchen? Diese Frage konnten die 13 Teilnehmer in einer Schulungspause schnell beantworten. "Dass man etwas falsch rüberbringt und es dann zu Missverständnissen kommt", sagte eine Teilnehmerin aus einem Pool ehrenamtlicher Dolmetscher in Barsinghausen und hatte damit offenbar die einhellige Meinung der freiwilligen Integrationshelfer passend zusammen gefasst.

Viel mehr durften die Teilnehmer - unter anderem aus Gehrden und  Barsinghausen - aber nicht verraten. "Konkreter sollte es nicht werden. Dolmetscher haben Schweigepflicht. Auch wenn sie keine Profis sind, ist das eine Frage von Anstand", begründete Workshop-Leiterin Ortrun Kliche die Zurückhaltung von einigen Teilnehmern.

Die Sprachwissenschaftlerin war aus Köln angereist, um einen Erfahrungsaustausch der Übersetzer zu moderieren und Tipps zu geben - auch mit praktischen Übungen und gemeinsamen Analysen von Lehrfilmen. Eingeladen hatte zu dem Workshop die Gehrdener Freiwilligen-Agentur freiraum. Die kostenlose Schulung in den Räumen an der Dammstraße hatte Ratsherr Peter Lübcke über die katholische Pfarrgemeinde St. Bonifatius vermittelt. "Das Bistum Hildesheim hat das ermöglicht", sagte Renate Möller von freiraum.

Zu diesem Zeitpunkt hatten die zweisprachigen Ehrenamtlichen mit Wurzeln in Afghanistan, Syrien und dem Irak bereits zwei wertvolle Tipps bekommen. "Bei einer schlechten Redevorlage oder einem unklaren Satz lieber noch einmal höflich nachfragen, bevor es zu Missverständnissen kommt", nannte die Workshop-Leiterin eine der wichtigsten Regeln. Ein ebenfalls unverzichtbarer Ratschlag: "Immer Neutralität wahren und sich nicht aus Sympathie auf die Seite einer Partei ziehen lassen", sagte die Expertin Kliche.

doc6wywh8udc0l1ehb3s9mj

Fehlersuche und methodische Hilfestellung: Die Workshopleiterin Ortrun Kliche (links) analysiert mit den ehrenamtlichen Dolmetschern per Beamer einen Lehrfilm für Übersetzer.

Quelle: Ingo Rodriguez
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten

Ungezählte ehrenamtliche Helfer unterstützen die diakonischen Einrichtungen. Ihre Arbeit soll während der "Woche der Diakonie" besonders gewürdigt und vorgestellt werden. mehr

doc6x3jb37mrpe1342vx7o8
Radioaktive Dose auf Wertstoffhof gefunden

Fotostrecke Gehrden: Radioaktive Dose auf Wertstoffhof gefunden