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Landwirte fürchten Erwärmung durch Südlink

Calenberger Land Landwirte fürchten Erwärmung durch Südlink

Die Erleichterung, dass die Stromtrasse Südlink nicht mit hohen Masten durch das Calenberger Land führen wird, ist groß. Doch Landwirte und Bürgerinitiativen befürchten auch bei der Erdkabel-Variante Folgen für die Umwelt und fordern eine Beteiligung bei der Umsetzung des Trassenverlaufs.

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Bürgerinitiativen und Landwirte fürchten durch die Arbeiten für die geplante Verlegung einer Stromtrasse als Erdkabel - wie hier im nordrhein-westfälischen Raesfeld - kurz- und langfristig erhebliche Folgen für das Calenberger Land.

Quelle: Roland Weihrauch

Calenberger Land. Die Verantwortlichen des Netzbetreibers Tennet sind in diesen Tagen wieder quer durch Deutschland unterwegs. Am Dienstag informieren sie in Künzell im Landkreis Fulda über den neuen Vorschlag zum Trassenverlauf, am Mittwoch sind sie in Bebra. Auch im Calenberger Land wünschen sich die Verantwortlichen der vier Kommunen über die zentrale Informationsveranstaltung in Hannover am 9. November hinaus eine Möglichkeit für die Bürger, sich über die neuen Pläne und ihre Folgen zu informieren. Doch zunächst einmal ist für Anfang nächster Woche nur ein zweites Informationstreffen von Tennet-Vertretern mit den Fachleuten aus den Verwaltungen in Hildesheim terminiert.

Die Bürgerinitiative (BI) Calenberger Land gegen Südlink wollte nicht so lange warten und informierte sich bereits direkt bei Tennet in Kassel über die Pläne für den Süden der Region Hannover. Es sei positiv, erklärte BI-Vertreter Jan-Eric Bothe im Anschluss, "dass der Deister und andere Wälder im Calenberger Land nicht mehr berührt werden". Allerdings werde die Erdverkabelung beispielsweise in Göxe und Holtensen "fast an den Grundstückgrenzen" verlegt. Dies sei angesichts einer bis zu 60 Meter breiten Bautrasse ein erheblicher Eingriff. Zumal die BI die feuchten, verdichtungsempfindlichen Böden im Calenberger Land nicht dafür geeignet hält, in ihnen Erdkabel zu verlegen.

Um die Folgen für die Bodenbeschaffenheit machen sich auch die Landwirte einige Gedanken. Unabhängig von der Zusage des Netzbetreibers, dass die Flächen nach der Verlegung weiterhin landwirtschaftlich nutzbar seien, befürchtet das Landvolk Niedersachsen massive Eingriffe in den Boden. Die Folgen seien absolut nicht vorhersehbar, unter anderem seien die Bedenken wegen einer möglichen zusätzlichen Erwärmung des Bodens nicht hinreichend ausgeräumt.

"Ein 'Trial-and-Error'-Prinzip kann für landwirtschaftliche Flächen nicht gelten", heißt es in einer Erklärung des Landvolkes. Daher fordert die Interessenvertretung der niedersächsischen Landwirte neben einer "uneingeschränkten Beteiligung" am weiteren Verfahren auch deutlich höhere Ausgleichszahlungen als bisher üblich. "Das Erdkabel dürfte jedes Grundstück beim Wertzuwachs am Bodenmarkt benachteiligen - auch für nachfolgende Generationen", erklärt das Landvolk.

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Bürgerinitiativen und Landwirte fürchten durch die Arbeiten für die geplante Verlegung einer Stromtrasse als Erdkabel - wie hier im nordrhein-westfälischen Raesfeld - kurz- und langfristig erhebliche Folgen für das Calenberger Land.

Quelle: Roland Weihrauch
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