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Landwirte wirbeln mächtig Staub auf

Gehrden Landwirte wirbeln mächtig Staub auf

Kaum sind die ersten Getreidefelder abgeerntet, geht für die Landwirte die Arbeit weiter. Passanten, die am Mittwoch zwischen Lemmie und Gehrden unterwegs gewesen sind, fragten sich allerdings, warum bei der Feldarbeit soviel Staub aufgewirbelt wird.

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Die Staubwolke lässt die Silhouette von Weetzen am Horizont verschwinden.

Quelle: Kerstin Siegmund

Gehrden. Zeitweise war der Himmel braungrau verschleiert, sogar von Rauchwolken war bei den Zuschauern die Rede. Der Grund ist simpel: Auf dem Acker sind lediglich staubtrockene Gärreste aus Biogasanlagen verteilt worden.

In diesen Tagen kann auf den Feldern ein natürlicher Kreislauf beobachtet werden. Dem Acker wird wieder zugeführt, was einst auf ihm gewachsen ist, wenn auch an anderer Stelle und in anderer Form. Landwirt Sören Baumgarte aus Linderte verteilt im Lohnauftrag auf dem Acker seines Berufskollegen Heinrich Rodewig aus Weetzen schwarze Krümel. Diese lagern in einem großen Haufen am Feldrand an der Landstraße von Lemmie nach Gehrden. Baumgarte schaufelt das Material mit dem Frontlader seines Traktors auf den Streuwagen und verteilt die Krümel anschließend großflächig auf dem Stoppelfeld.

Dabei wird tüchtig Staub aufgewirbelt, denn die Gärreste aus Biogasanlagen sind zuvor getrocknet worden. Bei den dunklen Krümeln handelt es sich um die Rückstände jenes Materials, das als Substrat in den Biogasanlagen vergärt wird. Dazu gehört Maissilage oder Silage aus anderen Pflanzen, aber auch Gülle. Derzeit wächst auf den Feldern rund um die Biogasanlagen in Ronnenberg, Gehrden, Lenthe und andernorts bereits der Mais für die nächste Silage heran.

Die Reste, die in den runden Gärtürmen mit den grünen Dächern anfallen, werden zunächst getrocknet, bevor sie wieder ausgebracht werden. Die Trocknung geschieht mit der Abwärme aus der Biogasanlage. Die Gärreste fallen unter die Düngeverordnung und müssen bis 1. November auf den Feldern verteilt worden sein. Für die Landwirte macht es aber Sinn, diesen Dünger auf den abgeernteten Feldern und vor der nächsten Aussaat auszubringen.

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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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