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Lidl soll sich an Ausbaukosten beteiligen

Gehrden Lidl soll sich an Ausbaukosten beteiligen

Der Neubau eines Lidl-Marktes an der Ronnenberger Straße rückt weiter näher. Allerdings soll die Supermarkt-Kette dafür einige Auflagen erfüllen. Neben der Schaffung von Ausgleichsflächen soll sich das Unternehmen auch an den Kosten für die Umgestaltung von Straßen und Fußwegen beteiligen.

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Wo bislang Kleingärten stehen, soll an der Ronnenberger Straße bald ein neuer Lidl-Markt entstehen.

Quelle: kruse

Gehrden. Mit der Genehmigung des frühzeitigen Beteiligungsverfahrens ist die nächste Stufe auf dem Weg zur Neuansiedlung von Lidl in Gehrden erreicht. Wenn es keine gravierenden Verzögerungen gibt, könnte der Bebauungsplan für die Supermarkt-Filiale an der Kreuzung zwischen Schulstraße und Ronnenberger Straße bereits kurz nach den Sommerferien fertig sein, erklärte Fachbereichsleiter Wolfgang Middelberg. Dann könnte es tatsächlich etwas mit dem von Lidl anvisierten Baubeginn im kommenden Jahr werden - und der Discounter noch 2018 eröffnen.

Derzeit wartet die Verwaltung laut Middelberg auf die Rücksendung des städtebaulichen Vertrages durch das Unternehmen, das 2013 seine Filiale am Dammtor geschlossen hatte. Auf dem knapp 8000 Quadratmeter großen Grundstück gegenüber der Sankt-Bonifatius-Kirche will es nun einen neuen Markt eröffnen, der mit einer Verkaufsfläche von 1500 Quadratmetern dreimal so groß werden soll und damit deutlich besser in das Konzept des Unternehmens passen würde.

Der Kleingartenverein Gehrden hatte sich bereits vor einiger Zeit mit Lidl geeinigt, einen Teil des Grundstückes zu verkaufen. Dort, wo jetzt noch zwölf Kleingärten stehen, soll der Supermarkt samt angerenzender Parkfläche mit 121 Stellplätzen entstehen. Laut Middelberg würden dadurch etwa 80 Prozent der Gesamtfläche versiegelt, sodass kaum noch Raum für Grünflächen bliebe. Nicht zuletzt deshalb werde die Stadt mit dem Unternehmen noch entsprechende Ausgleichsflächen vetraglich vereinbaren.    

Darüber hinaus soll sich das Unternehmen auch an den Kosten für die notwendigen Umgestaltungen von Straßenführung und Fußgängerwegen beteiligen. So muss sowohl der Fußweg an der Schulstraße bis auf Höhe der Kirche erneuert werden, der dort von einer der beiden Einfahrten zum Supermarkt unterbrochen wird, als auch der an der Ronnenberger Straße, an der die zweite Zufahrt geplant ist.

Letztlich werde man das Ausmaß der Baumaßnahmen aber erst nach der Bewerung durch den Verkehrsausschuss absehbar sein. "Und dann sind da ja auch noch mehrere Partner mit im Boot", sagte der Fachbereichsleiter. Neben dem Unternehmen und der Stadt könne sich auch die Region Hannover an den Kosten beteiligen, in deren Zuständigkeitsbereich die Schulstraße fällt.

Ungeachtet der fortschreitenden Planungen gibt es weiterhin kritische Stimmen. Das war im Bauausschuss so, wo sich die Grünen erneut gegen die Ansiedlung des Lidl-Marktes an der Kreuzung zwischen Schulstraße und Ronnenberger Straße aussprachen. Und das dürfte auch gestern Abend so gewesen sein, als sich der Verwaltungsausschuss mit der Änderung des Flächennutzungsplanes für die derzeitige Kleingartenkolonie beschäftigte.

"Die Kleingärten, die bebaut werden sollen, sind für die Naherholung bedeutsam", erklärte Eva Kiene-Stengel für die Grünen und erneuerte zudem ihre Kritik, dass der geplante Supermarkt zu weit vom Stadtzentrum entfernt sei und die Innenstadt dadurch noch weiter schwächen würde. Während die Grünen gegen das frühzeitige Beteiligungsverfahren stimmten, befürwortete die Mehrheit der Ausschussmitglieder den Antrag. "Allerdings werden wir den Prozess weiterhin kritisch begleiten", sagte Klaus Dörffer für die CDU. "Denn wir wissen genau, dass das Verkehrskonzept noch nicht dem entspricht, was wir uns vorstellen."

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