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Es geht nicht nur um Lyra

Gehrden Es geht nicht nur um Lyra

Es ist eine Traditionsveranstaltung: Die Lyra-Feier am Vorabend des 1. Mai. Stadt, Heimatbund und Margarethengemeinde haben wieder ein Programm in der Kirche und auf dem Marktplatz vorbereitet.

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Bereiten die Lyra-Feier vor: Bürgermeister Cord Mittendorf, Fachdienstleiterin Eva Czerwinski, Kantor Christian Windhorst, Heimatbund-Vorsitzender Dieter Mahlert, Pastor Wichard von Heyden und Ratsvorsitzender Peter Lübcke stehen vor der 1912 errichteten Lyrabank, die auf dem Kirchplatz an der Margarethenkirche steht.

Quelle: Wirausky

Gehrden. Natürlich geht es in erster Linie um Justus Wilhelm Lyra. Und natürlich wird auch wieder auf dem Marktplatz Lyras bekanntes Volkslied "Der Mai ist gekommen" angestimmt. „Doch wir wollen nicht jedes Jahr nur über Lyra reden“, sagt Dieter Mahlert, Vorsitzender des Heimatbundes. So solle dieses Mal die Feier am Sonntag, 30. April, an einen Zeitgenossen geknüpft werden, die zu der Zeit von Lyra gelebt haben, wie beispielsweise Hoffmann von Fallersleben, der die deutsche Nationalhymne ("Das Lied der Deutschen") geschrieben hat. Von Fallersleben stand in enger musikalischer Verbindung zu Lyra. Auf der Lyra-Bank auf dem Kirchplatz ist bespielsweise der Titel des Liedes "Zwischen Frankreich und dem Böhmerwald" eingemeißelt worden - getextet von Hoffmann von Fallersleben, die Melodie stammt von Justus Wilhelm Lyra. Dieses Lied wird auch ab 17 Uhr in der Margarethenkirche, wo die Lyra-Feier beginnt, gesungen. Dazu kommen Volksweise wie "Alle Vögel sind schon da", "Kuckuck, Kuckuck ruft's aus dem Wald" und "Abend wird es wieder" - alles Werke von Hoffmann von Fallersleben. Begleitet werden sie an der Orgel von Kantor Christian Windhorst. Darüber hinaus wird auch die Margarethenkantorei zu hören sein.

Der zweite Teil der Lyra-Feier folgt ab 18 Uhr uf dem Marktplatz. Dort spielt der Musikzug der Feuerwehr Gehrden und wird gemeinsam das Lied "Der Mai ist gekommen" gesungen. Und es gibt eine Neuheit: Erstmals wird es einen Bockbieranstich geben. Eine Aufgabe, die der Ratsvorsitzende Peter Lübcke übernehmen wird.

"Wir spannen einen Bogen von der Romantik in der Kirche bis zur Gegenwart mit Volksfestcharakter, umreißt Pastor Wichard von Heyden das Programm. Zudem sei das Fest eine Wertschätzung Lyras, betont Bürgermeister Cord Mittendorf. "Der 30. April hat in Gehrden deshalb einen ganz besonderen Stellenwert", so Mittendorf. Das sieht von Heyden ähnlich. „Wir müssen diesen Brauch vor Ort pflegen“, sagt er. Die Resonanz des vergangenen Jahres zeigt zudem die Beliebtheit der Veranstaltung: etwa 1000 große und kleine Gehrdener haben den Feierlichkeiten beigewohnt.

Justus Wilhelm Lyra wurde im August 1877 zum Pastor in Gehrden berufen und hat am Burgberg unter anderem einen Chor gegründet. Er starb am 31. Dezember 1882 im Alter von 60 Jahren. Lyra wurde auf dem Gehrdener Friedhof neben der Kapelle bestattet. Lyra schuf Volkslieder und Kantaten und gründete einen Chor, aus dem die Margarethenkantorei hervorgegangen ist. Sein wohl bekanntestes Lied ist „Der Mai ist gekommen“. Lyra hat das Volkslied bereits 1841 als Student in Berlin komponiert. Die Lyrafeier selbst wurde erstmals 1930 im Protokollbuch des Gesangvereins Harmonie erwähnt. Ob das die erste Feier in Gehrden war, oder ob es schon frühere gegeben hat, ist allerdings unklar.

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