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Auf dem Marktplatz fließt das Bockbier

Gehrden Auf dem Marktplatz fließt das Bockbier

Traditionell am Vortag des 1. Mais haben Stadt, Margarethengemeinde und der Heimatbund das Lyra-Feier veranstaltet. In der Margarethenkirche schmetterten die Besucher zuerst einige Lieder und hörten festliche Reden. Danach gab es mit dem Bockbieranstich auf dem Marktplatz eine Premiere.

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Ratsvorsitzender Peter Lübcke sticht nach der Feier das Bockbierfass an.

Quelle: Elena Everding

Gehrdne. Zeilen aus dem Lied „Der Mai ist gekommen“ des Komponisten und früheren Gehrdener Pastors Justus Wilhelm Lyra sind in der Lyra-Bank auf dem Gehrdener Kirchplatz eingemeißelt. Doch daneben sind ebenfalls Zeilen eines Zeitgenossen Lyras zu lesen: Der Dichter Hoffmann von Fallersleben ist dort mit seinem Lied „Zwischen Frankreich und dem Böhmerwald" verewigt.

Dieses Jahr soll es eben nicht nur um den 1882 in Gehrden verstorbenen und begrabenen Lyra gehen. Deshalb berichtete Pastor Wichard von Heyden auch bei der Feier in der Margarethenkirche von Fallerslebens Wirken: Die meisten wissen vom ihm vor allem, dass er die deutsche Nationalhymne geschrieben hat und Volkslieder wie "Alle Vögel sind schon da" und "Kuckuck, Kuckuck, ruft's aus dem Wald".

Doch er ist mehr als nur ein Dichter. Er setzte sich auch für Frieden und Demokratie ein: "Fallersleben war ein Liberaler, der sich ein einiges Deutschland wünschte", erklärte Dieter Mahlert, Vorsitzender des Heimatbundes, in seiner Rede. In Fallerlebens von ihm ironischerweise "unpolitische Lieder" genannten Weise Texten sprach er sich gegen das gestückelte Land aus. König Ernst August von Hannover passte dies gar nicht und verwies ihn kurzerhand des Landes.

"Der Mai ist gekommen" und andere Lieder sangen die zahlreichen Besucher und der Chor der Margarethenkantorei natürlich auch noch, bevor es an raus auf den Marktplatz ging. Dort stach Ratsvorsitzende Peter Lübcke dann zum ersten Mal auf dem Lyra-Fest überhaupt ein Bockbierfass an. Bürgermeister Cord Mittendorf, der sich für den Tag entschuldigen ließ, sponserte zwei 30-Liter-Fässer. So konnte die Feier mit Getränken versorgt fortgesetzt werden.

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Von Elena Everding

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