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MCG: Es fehlen zwei Millionen Euro

Gehrden MCG: Es fehlen zwei Millionen Euro

Etwa 15 Millionen Euro sollte die Sanierung des Matthias-Claudius-Gymnasiums (MCG) in Gehrden kosten. Dieser Betrag wird nicht reichen. Für den letzten Bauabschnitt, der Mitte des nächsten Jahres beginnen soll, fehlen 2 Millionen Euro.

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Bauleiter Frank Becker-Sickau (von links), Architekt Herwig Krause und die städtische Projektleiterin Christina Unselt schauen sich den Sanierungsfortschritt des MCG an.

Quelle: Dirk Wirausky

Gehrden. Skeptiker und Kritiker sehen sich bestätigt: Die Modernisierung des MCG wird deutlich teurer als veranschlagt. Wenn im Frühjahr 2016 die neue Mensa und das Pausenforum sowie die umgebaute Aula der sogenannten Schulmitte fertig sind, ist der Etat erschöpft. „Für die Umgestaltung des Mittelbau-West ist dann kein Geld mehr da“, sagt die städtische Projektleiterin Christina Unselt. 2 Millionen Euro würden noch benötigt. Der Rat muss nun das Geld bewilligen.

Gründe für die Verteuerung sind immer wieder auftretende Unwägbarkeiten in dem alten Gebäudekomplex des MCG. Ein erheblicher Kostenfaktor waren die Tiefbauarbeiten. „Sie sind deutlich umfangreicher und somit kostspieliger gewesen als vermutet“, sagt Unselt. 60.000 Euro waren veranschlagt. Dieser Betrag ist längst aufgebraucht. Und allein die Kosten der Tiefbauarbeiten für die Schulmitte liegen bei fast 360.000 Euro. Für das mehr als 50 Jahre alte Gymnasium musste zudem ein neues Abwassersystem angelegt werden. Auch die veralteten elektronischen Leitungen mussten zum Großteil ausgetauscht werden.

Für Nicole van der Made (Bündnis 90/Die Grünen) steht jetzt endgültig fest: „Die Sanierung des MCG war eine Fehlentscheidung.“ Ihre Fraktion hatte im Vorfeld der Modernisierung des Gebäudes für den Bau eines neuen Schulzentrums plädiert. Ein Neubau biete die Möglichkeit, eine moderne Schule entstehen zu lassen, war damals ein Argument der Grünen. Eine Idee, die von den anderen Parteien vor drei Jahren aber abgelehnt wurde - mit der Begründung, dass der exquisite Standort des Gymnasiums am Gehrdener Berg nicht aufgegeben werden soll.

Aufwendige Bauphase am MCG

Fast 10 Millionen Euro wird der dritte Bauabschnitt am Matthias-Claudius-Gymnasium kosten. Bis zum Frühjahr des nächsten Jahres soll für dieses Geld eine moderne und großzügig angelegte Schulmitte entstehen.

Manches ist zutage getreten: eine mit Blumenmuster bemalte Wand hinter einer Schrankwand im Sekretariat und eine Damenjacke im Lehrerzimmer. Es sei interessant, ein altes Gebäude im Bestand zu sanieren, sagt Bauleiter Frank Becker-Sickau. „Wir können planen, so gut es geht, es kommt häufig anders“, fasst der Experte zusammen. Damit meint Becker-Sickau allerdings keine Wandmalereien und Kleidungsstücke. Gemeint sind vielmehr statische Probleme, die zu lösen sind, oder fehlende Schächte, die neu angelegt werden müssen. „Der gegenwärtige Bauabschnitt ist sehr aufwendig“, sagt die städtische Projektleiterin Christina Unselt.

Doch die Verantwortlichen bleiben ruhig und kommen ihrem Ziel langsam näher. Zurzeit ist es der Mittelbau-Mitte, der umfangreich saniert und modernisiert wird. Dort werden Räume für den Musikunterricht und das Fach Darstellendes Spiel untergebracht sein. Dazu werden Fachunterrichtsräume für Kunst, der Verwaltungstrakt inklusive Schülerbibliothek und unter dem Dach ein komfortables Lehrerzimmer angelegt. Bis März 2016 soll dieser Gebäudetrakt in Betrieb genommen werden. Im Anschluss folgt der Neubau der Schulmitte mit Pausenforum und Mensa. Außerdem erhält die Schule einen barrierefreien Eingang und einen Aufzug. Die Bauzeit wird etwa 15 Monate betragen.

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