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Gottesdienst zur Reformation

Gehrden Gottesdienst zur Reformation

Margarethengemeinde feiert am Sonntag, 14. Mai, einen Gottesdienst zur Reformation

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Kantor Christian Windhorst und Pastor Wichard von Heyden proben für den Gottesdienst am 14. Mai.

Quelle: Wirausky

Gehrden. „Wir proben noch“, sagen Kantor Christian Windhorst an der Orgel und Pastor Wichard von Heyden beim Gesang schmunzelnd. Beide bereiten sich auf einen besonderen Gottesdienst vor, der am Sonntag, 14. Mai, in der Margarethenkirche anlässlich des 500-jährigen Reformationsjubiläums gefeiert wird.

Dann lädt die Margarethengemeinde ab 17 Uhr zu einem musikalischen Abend-Gottesdienst – etwa so, wie er um 1880 in der Margarethenkirche hätte gefeiert werden können. Darin werden sowohl Martin Luther als auch Justus-Wilhelm Lyra gewürdigt.

Lyra galt Ende des 19. Jahrhunderts als einer der ersten Erforscher der evangelischen Gottesdienstkultur. So hat er in seinen letzten Lebensjahren in Gehrden ein Buch darüber verfasst, wie zu Zeiten Luthers der Gottesdienst gefeiert wurde. Das Buch wurde posthum veröffentlicht.

Lyra habe den Verfall der gottesdienstlichen Übungen beklagt, erzählt Windhorst. Dem wollte er im Sinne der Reformation entgegenwirken. Lyra habe alte Melodien aufgriffen und romantische Orgelbegleitung darunter gesetzt. Das Ergebnis sei ergreifend, sagt von Heyden.

Davon können sich die Gottesdienstbesucher am 14. Mai überzeugen. Von Heyden betont: Es sei ein normaler Gottesdienst im Geist der romantischen Wiederentdeckung der Romantik. „Lyra verbindet uns direkt vor Ort mit der Reformation“, so von Heyden. Windhorst und die Margarethenkantorei werden inspiriert durch die Vorstellungen Lyras einen „romantischen Luther-Gottesdienst“ inszenieren. Zu hören ist viel romantischer Chor- und Orgelmusik unterschiedlicher Komponisten – unter anderem von Bruckner und Mendelssohn-Bartholdy. „Aber ein Gottesdienst ist ein Dialog mit der Gemeinde“, sagt er. Alle Besucher sollen mitsingen.

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