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Lage der Schwalben ist bedrohlich

Gehrden Lage der Schwalben ist bedrohlich

Seit vier Jahren gibt es in Gehrden die Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“. Der Naturschutzbund würdigt damit das Engagement von Bürgern zum Erhalt der bedrohten Vogelart mit einer Sonderplakette.

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Der Naturschutzbund ehrt Gehrdener und Wennigser Bürger, die helfen, den Bestand der Schwalben im Stadtgebiet zu erhalten.

Quelle: Picasa

Gehrden. Kerstin Bosse vom Naturschutzbund (NABU) Gehrden/Benthe und Gerhard Krick als Vorsitzender der Wennigser NABU-Gruppe überreichten die Auszeichnungen für „Schwalbenfreundliche Häuser“ an die Eigentümer von landwirtschaftlichen Betrieben, Pferdehöfen, Wohnhäusern und Hausverwaltern von Wohnanlagen. Mit der Plakette „Hier sind Schwalben willkommen“ würdigt der Naturschutzbund das harmonische Zusammenleben von Vogel und Mensch.

Der Hintergrund ist ein ernster: Sowohl die Rauchschwalben als auch die Mehlschwalben stehen auf der roten Liste. „Die Vögel und deren Nester sind streng geschützt. Die Bestände sind in den vergangenen Jahren dramatisch zurückgegangen“, erläuterte Bosse. Schwalben seien Kulturfolger, die darauf angewiesen seien, dass sie von den Menschen in ihrer direkten Umgebung toleriert werden, sagte die Umweltschützerin. Die Auszeichnung habe deshalb auch die Absicht, die Menschen auf dieses Thema aufmerksam zu machen und zu unterstreichen, dass Schwalben im Stall oder im Haus immer seltener zu finden sind.

Insgesamt 32 Plaketten und Urkunden wurden vergeben. In Wennigsen gab es 16 Auszeichnungen für 48 Mehlschwalbennnester und 191 Rauschwalbennester. Unter anderem wurden am Kloster drei Doppelnester für Mehlschwalben angebracht, um der spärlichen Population in der Kernstadt unter die „Flügel“ zu greifen. Ein Problem für das geringe Mehlschwalbenvorkommen ist dort die moderne Architektur. An glatten Fassaden finden die Vögel keine Stelle, um ein Nest zu bauen. „Eine weitaus größere Population ist in den Ortschaften auszumachen“, berichtete Gerhard Krick, der die Gehrdener Schwalbenexpertin Kerstin Bosse eingeladen hatte, die Aktion in Wennigsen zu begleiten. In Gehrden gab es ebenfalls 16 Auszeichnungen für 138 Mehlschwalbennester und 33 Rauchschwalbennester.

Von Heidi Rabenhorst

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