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Gleich drei Jubiläumsfeiern

Leveste/Redderse Gleich drei Jubiläumsfeiern

Mit einem Festakt ist das 95-jährige Jubiläum desLevester Musikzuges sowie das 50-jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr Leveste und das 20-jährige Bestehen der Kleinlöschmeistergruppe gefeiert worden.

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Der Musikzug der Feuerwehr Leveste besteht seit 95 Jahren.

Quelle: Rabenhorst

Leveste/Redderse. Wie könnte man mehr Nachwuchskräfte für die Feuerwehr gewinnen? Diese Frage hatten sich vor  50 Jahren Otto Haller und seine Feuerwehrkameraden gestellt. Eine Antwort war schnell gefunden: Im Sommer 1966 wurde unter der Leitung des Gemeindebrandmeisters Haller die Jugendfeuerwehr gegründet. 14 Jugendliche traten in die Nachwuchsabteilung ein. Von diesen Gründungsmitgliedern sind auch heute noch einige aktiv. "Hans-Hermann Feuerhahn zum Beispiel war bis 2006 Ortsbrandmeister“, blickte die amtierende Jugendwartin Antonia Plath zurück.

Zum ersten Jugendwart wurde Heinrich Lichte gewählt. „Die Truppe hat auch alles gewonnen, was es irgendwie zu gewinnen gab“, erinnerte sich Hiller. An der Tatsache, dass seine Jugendlichen heute alle in der Altersabteilung seien, merke er, dass er alt geworden sei. Auf ihn folgte Wilfried Stegen. 1976 begann die erfolgreiche Ära von Manfred Mötje als Jugendwart. Unter seiner Federführung wurde 1993 die Nachwuchsarbeit auf die Feuerwehr Redderse erweitert. „Dadurch ist es zu einer engen Zusammenarbeit beider Ortswehren gekommen“, betonte Plath.

Im Jahr 1996 wurde auf Manfred Mötjes Initiative die Kleinlöschmeistergruppe ins Leben gerufen. „Meine sechsjährige Tochter wollte gerne zur Feuerwehr und so kamen wir auf die Idee, die Vorgruppe zu gründen, in der Kinder ab sechs Jahren spielerisch auf die Jugendfeuerwehr vorbereitet werden. „Anfangs wurden wir  belächelt. Der Erfolg bestätigt uns, denn mittlerweile gibt es solche Gruppe mit den unterschiedlichsten Namen in ganz Niedersachsen“, fügte er hinzu. Anlässlich des 40-jährigen Bestehens besuchte die Jugendwehr im Jahr 2006 das Euro-Disney Paris. Im Dezember 2011 wurde nach 30-jähriger Amtszeit der Jugendfeuerwehrwart Manfred Mötje verabschiedet. Zu seiner Nachfolgerin wählten die Jugendlichen Antonia Plath. Als Stellvertreterin steht ihr Theresa Plath zur Seite.

Musikzugsprecher Mathias Mötje blickte auf die lange Geschichte des Musikzuges zurück, der 1921 ins Leben gerufen wurde. „Ein großer Teil der Instrumente wurde aus Mitteln freiwilliger Spenden aufgebracht“, berichtete Mötje. Der Zweite Weltkrieg brachte das vorübergehende Ende des fröhlichen Musizierens. Nach Kriegsende wurde der Musikzug 1949 wieder aufgebaut. In Erinnerung bleibt vor allem die Teilnahme an zahlreichen Landeswertungsspielen, bei dem die Levester unter der Leitung von Hans Osterloh unter anderem eine Silbermedaille erringen konnten. „Nach seinem Tod im Jahr 1984 begannen die wilden Jahr unseres Musikzuges, diverse Dirigenten gaben sich die Klinken oder besser gesagt die Taktstöcke in die Hand“, verriet Mötje.

Mit Walter Böttcher begann 1995 die Zeit der regelmäßigen Konzerte sowie eine Änderung der Musikrichtung. „Unser Musikstil hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Es werden nicht nur traditionelle Stücke bevorzugt, sondern Melodien aus bekannten Musicals, Kinofilmen und natürlich aus den den deutschen Schlagern und Popcharts, sodass das Angebot auch für die Jugend attraktiver geworden ist“, so Mötje. Der Höhepunkt des vergangenen Jahres war das Adventskonzert unter der Leitung von Philipp Rauh.

Der stellvertretende Regionsstabführer Detlef Zimmermann überreichte Manfred Mötje die Ehrenurkunde zum 95-jährigen Bestehen des Musikzuges. „Feuerwehr bedeutet Kameradschaft und viel Ehrenamt. Musik hat Tradition und gehört dazu“, sagte Zimmermann.

Glückwünsche überbrachte außerdem der stellvertretende Regionsjugendfeuerwehrwart Matthias Düsterwald. Der stellvertretende Stadtbrandmeister Olaf Zieske und der Levester Ortsbrandmeister Christian Stegen zeichneten die Gründungsmitglieder der Jugendfeuerwehr Hans-Hermann Feuerhahn, Alfred Hartinger, Erich Hohmann und Gerhard Pardey aus. Dem offiziellen Teil schloss sich ein gemütliches Beisammensein an. Die musikalische Umrahmung des Festaktes durch den Musikzug war gleichzeitig letzte Auftritt des Dirigenten. Philipp Rauh verlässt Leveste. Er geht zurück in seine Heimat in der Nähe von Nürnberg.

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Von Heidi Rabenhorst

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