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Stadt ist machtlos gegen illegale Radpisten

Gehrden Stadt ist machtlos gegen illegale Radpisten

Regelmäßig sind Mountainbiker im Gehrdener Berg unterwegs und legen dort auch illegale Hindernisstrecken an. Die Stadt beseitigt diese Pisten immer wieder - zum Teil mit schwerem Gerät. Doch den tödlichen Unfall eines Radfahrers am Wochenende konnten auch diese Maßnahmen nicht verhindern.

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Regelmäßig sind Mountainbiker im Gehrdener Berg unterwegs und legen auch Hindernisstrecken ein - verbotenerweise.

Quelle: gpt

Gehrden. Der Schock sitzt tief. "Als ich am Sonntag vom dem Unglück gehört habe, habe ich überlegt, ob wir es hätten verhindern können", sagt Holger Spohr. Spohr ist Fachdienstleiter im Gehrdener Rathaus und unter anderem zuständig für den Bereich des Gehrdener Bergs. Dort kam am Sonntag ein 31-jähriger Hannoveraner ums Leben. Laut Polizei hatte er oberhalb der Steinkuhle im Bereich einer Schanze die Kontrolle verloren, stürzte schwer und starb in einem Krankenhaus.

"Wir hätten das Unglück nicht verhindern können", beantwortet sich Spohr die Frage selbst. Es sei ein tragischer Unglücksfall gewesen - der schwerste Mountainbiker-Unfall am Gehrdener Berg. "Ich wüsste nicht, was wir ändern könnten", sagt Spohr.  Und auch wenn es nüchtern klingt. "Der Mann ist dort illegal gefahren", erklärt der Fachdienstleiter. Denn in dem Waldgebiet am Stadtrand gibt es keine offiziellen Strecken.

Seit Jahren werden allerdings immer wieder widerrechtlich sogenannte Trails angelegt. Dabei hinterlassen die Fahrer am Wandervogelheim und am Steinbruch erhebliche Schäden. "Es gibt keine Berechtigung, dort zu fahren", sagt Spohr. Dennoch würden von den Bikern Anlagen und Schanzen gebaut. Das Werkzeug liege oft in den Büschen, verrät Spohr.

Ein- bis zweimal die Woche kontrollieren deshalb Mitarbeiter des Bauhofs den Bereich. Gelegentlich rücken sie sogar mit einem Unimog an und beseitigen die Parcourstrecken. Kurze Zeit später gebe es allerdings neue Anlagen, berichtet Spohr. "Wir können die Aktivitäten nicht gänzlich verhindern", sagt er.

Aus Sicht der Stadt ist es keineswegs ein Kavaliersdelikt, wenn die Mountainbiker Strecke am Wald anlegen. Sie duldet die Aktivitäten der Mountainbiker nicht. Das Bauen von Rampen und Sprungschanzen ist Sachbeschädigung und strafbar. Und was für schlimme Folgen die Touren auf den illegalen Strecken haben können, wurde spätestens am Sonntag deutlich.

Der Versuch, offizielle Trails im dem Gehrdener Waldgebiet anzulegen, ist in den vergangenen Jahren immer wieder gescheitert. Es gebe niemand, der bereit sei, die Verantwortung für die Strecken zu übernehmen, erklärt Spohr. Anders sei die Instandhaltung des Trails, die Verkehrssicherungspflicht und der Versicherungsschutz aber nicht zu regeln.

Das Problem: Die Mountainbiker sind keine organisierte Gruppe. Neben den lokalen Fahrern kommen am Wochenende häufig auswärtige Sportler nach Gehrden - und verschwinden dann wieder.

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Fotostrecke Gehrden: Stadt ist machtlos gegen illegale Radpisten

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