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Bürger kritisieren Verkehrsführung am Steintor

Gehrden Bürger kritisieren Verkehrsführung am Steintor

Die Kreuzung am Steintor bleibt in der Kritik. Einige Bürger bezeichnen die Verkehrssituation als unübersichtlich und gefährlich. Die Planer glauben aber, dass es ein Lernprozess sein wird.

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Die Steintor-Kreuzung vom Gebäude der Sparkasse aus betrachtet. Ziel ist es, dass die Verkehrsteilnehmer nach der kompletten Umgestlatung des Bereichs aufeinander Rücksicht nehmen - ohne Verkehrsschilder oder Zebrastreifen. Viele Bürger sind allerdings skeptisch.

Quelle: Nils Oehlschläger

Gehrden. Wenn der Bereich rund um die Kreuzung am Steintor eines Tages komplett umgestaltet ist, soll dort in einem verkehrsberuhigten Bereich nur noch Tempo 20 gelten. Der Straßenverkehr wird dann von einem Konzept geregelt, in dem sich Fußgänger sowie Rad- und Autofahrer möglichst frei bewegen können und aufeinander Rücksicht nehmen sollen. Planer Heinz Mazur vom Büro PGT aus Hannover ist zuversichtlich, dass das funktioniert.

Nur Begeisterung löst diese Idee allerdings nicht aus. "Die Autos werden an diesem viel befahrenen Verkehrsknotenpunkt nicht separat geleitet und die Situation ist für die Fußgänger vollkommen unübersichtlich", kritisierte ein Gehrdener am Dienstag im Ausschuss für Bau- und Städteplanung. Gerade Schüler würden kreuz und quer über die Straße zu den Bushaltestellen gehen. "Es fehlt eine gezielte Verkehrsführung", bemängelte der Bürger.

Mazur beschwichtigte. Zum einen sei die Umgestaltung der Fläche am Steintor noch nicht vollständig abgeschlossen, zum anderen sei es das langfristige Ziel, dass sich der Verkehrsfluß selbst regele. Das wiederum bedeute, dass von allen, die in diesem Bereich unterwegs seien, ein Höchstmaß an Rücksichtnahme und Vorsicht in dieser Tempo-20-Zone erbrachte werden müsse. "Das muss jeder lernen", sagte Mazur. Gleichzeitig versprach er: "Wir beobachten das genau, und notfalls werden wir nachregeln." Sollte sich der Lernprozess bei den Verkehrsteilnehmern nämlich nicht wie erhofft einstellen, dann sollen ein Minikreisel oder Querungshilfen die Lage verbessern.

Eva Kiene-Stengel (Bündnis 90/Die Grünen) sieht aber auch noch eine ganze Menge Informationsbedarf. "Wir müssen die Bürger ausreichend über die künftigen Verkehrspläne aufklären", forderte sie.

Von Dirk Wirausky

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