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Neubau des Robert-Koch-Klinikums eröffnet

Gehrden Neubau des Robert-Koch-Klinikums eröffnet

Mehr als 25 Millionen Euro hat der Neubau des Klinikums Robert Koch gekostet. Jetzt wurde das 100-Betten-Haus, in dem Intensivstation und Notaufnahme untergebracht sind, offiziell eröffnet.

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„Hochleistungsmedizin im Umland“: In Gehrden ist der Erweiterungsbau fertiggestellt.

Quelle: Dirk Wirausky

Gehrden. Es sei ein langer Weg und ein dynamischer Prozess gewesen, sagte Chefarzt Dr. Martin Memming vor etwa 50 geladenen Gästen. Acht Jahre habe es gedauert, bis die Pläne nun sichtbar verwirklicht worden seien. Und es sei eine notwendige Investition: „Das Krankenhaus hatte als Schwerpunktversorger zahlreiche Probleme“, sagte Memming. So habe es auf einer 40-Betten-Station beispielsweise nur zwei WCs gegeben. „Wir wollen die Patienten nicht nur fachlich und menschlich gut versorgen, sondern sie auch gut unterbringen“, betonte Memming.

Mit dem Erweiterungsbau sei nun ein erster wichtiger Schritt getan worden, „aber wir sind noch nicht fertig“, sagte Memming. Er machte deutlich, dass sich das Klinikum weiterentwickeln müsse. Das unterstrich auch Regionspräsident Hauke Jagau. Der Neubau sei ein wichtiger Meilenstein für eine zukunftsgerichtete medizinische Versorgung der Menschen im Südwesten und Westen der Region. „Und wir garantieren damit eine hochwertige Gesundheitsversorgung aus kommunaler Hand“, sagte Jagau.

Mit Blick auf Springe meinte Jagau, dass trotz der Schließung des dortigen Krankenhauses die flächendeckende Versorgungslage in der Region ihresgleichen suche. „Wir werden darum beneidet“, sagte Jagau. Bis Mitte September werden 54 Betten aus Springe nach Gehrden verlegt - eine Entscheidung, die am Deister von vielen Protesten begleitet worden war. Die Geschäftsführerin des Klinikums Region Hannover, Barbara Schulte, entgegnete: „Unsere Medizinstrategie ist kein Einsparprogramm, sondern soll Hochleistungsmedizin im Umland anbieten.“ Spezialisierung und Modernisierung an zwei Standorten sei aber nicht umsetzbar.

Der zweite Bauabschnitt ist in Planung

„Der Neubau stärkt den Standort Gehrden nachhaltig“, sagte Barbara Schulte, Geschäftsführerin des Klinikums Region Hannover, bei der offiziellen Eröffnung des Neubaus am Gehrdener Krankenhaus. Fürwahr: breite Gänge, helle Flure und moderne Zimmer mit eigenen barrierefreien Nasszellen und Internetanschluss, dazu eine zeitgemäße Technik. Der Neubau besticht mit moderner Medizintechnik und komfortabler Ausstattung. Das hat seinen Preis: Das Baubudget betrug rund 25 Millionen Euro, die Gesamtkosten einschließlich Medizintechnik und Ausstattung belaufen sich auf etwa 35 Millionen Euro. Um Platz für den Neubau zu schaffen, mussten der früher dort befindliche Wirtschaftstrakt und das alte Schwesternwohnhaus abgerissen werden. In Betrieb genommen wurde der viergeschossige Komplex bereits vor drei Wochen. Der Umzug ins neue Gebäude verlief reibungslos und ohne Unterbrechung des Klinikbetriebs. Pläne für einen zweiten Bauabschnitt gibt es längst. Wenn der Aufsichtsrat grünes Licht gibt, dann wird der alte Krankenhauskomplex abgerissen und ein neues Haus auf dem Gelände des ehemaligen Schwesternwohnheims errichtet. „Wir sind bereits in der Raum- und Funktionsplanung“, sagte Schulte. Wann die Arbeiten beginnen, wollte sie allerdings genauso wenig prognostizieren wie über die Kosten sprechen. „Wir benötigen dafür allerdings Fördermittel“, sagte sie. Der am Freitag offiziell eröffnete Neubau sei zu 100 Prozent eigenfinanziert worden, betonte Schulte.

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Von Redakteur Dirk Wirausky

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