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Neue Ideen gegen Vorurteile

Gehrden Neue Ideen gegen Vorurteile

Die Burgbergschule hat so wenig Schüler wie noch nie. Lediglich 83 Jungen und Mädchen besuchen die Gehrdener Hauptschule. Rektor Carsten Huge will mit neuen Ideen seine Lehranstalt attraktiver machen.

Carsten Huge laufen die Schüler weg. Statt für die Burgbergschule entscheiden sich viele Eltern, ihre Kinder an die benachbarten kooperativen Gesamtschulen (KGS) zu schicken. Tatenlos will Huge dieser Abwanderungswelle nicht zuschauen. „Es muss uns gelingen, neue Wege aufzuzeigen, um den Ruf unserer Schulform zu verbessern“, sagt Huge.

Mit Elan und Ideen kämpft der 42-Jährige gegen zahlreiche Vorurteile an. „Bei uns werden die Schüler nach ihren individuellen Fähigkeiten gefördert“, sagt Huge. Von der klassischen Unterrichtsform werde abgerückt. Stattdessen sollen Projektformen entwickelt werden. „Nur den Fächerkanon durchzusetzen reicht nicht“, sagt Huge. Seine Schule habe auch den Auftrag, Jugendlichen den Glauben zu vermitteln, dass sie gesellschaftlich wertvoll sind.

Huge hat eine Vision: Jeder Hauptschulabgänger soll einen Ausbildungsplatz erhalten. Deshalb ist er mit der Berufsbildenden Schule (BBS) in Springe eine Kooperation eingegangen. Ab der neunten Klasse besuchen die Gehrdener Hauptschüler zweimal pro Woche die BBS am Deister. Praxisnahen Unterricht nennt Huge das, was als Neustädter Modell eine Erfolgsgeschichte ist. Dort haben seit 2007 alle Hauptschüler die KGS mit einem Abschluss verlassen. Zwei Drittel der Absolventen des Schulversuches erhielten eine Lehrstelle. Huge hofft dank der millionenschweren Sanierung des Schulkomplexes an der Lange Feldstraße, der Einführung eines Ganztagsangebotes, dem neuen modernen Computerraum und der Einrichtung einer Stelle für Sozialarbeit und Berufsberatung auf eine Aufwertung der Burgbergschule. Es herrsche eine Aufbruchstimmung. „Wir müssen selbstbewusst mit unseren Stärken werben.“

von Dirk Wirausky

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