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Neuer Kunstrasenplatz für den SV Gehrden

Fußball Neuer Kunstrasenplatz für den SV Gehrden

Auf der Sportanlage des SV Gehrden gehen die Bauarbeiten für den neuen Kunstrasenplatz zügig voran. Bis der B-Platz auf dem Vereinsgelände an der Langen Feldstraße wieder bespielbar ist, werden trotzdem noch bis zu vier Monate vergehen.

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Arbeiten für ein Vorzeigeprodukt: Auf dem B-Platz des SV Gehrden (hinten) wird zurzeit ein hochmodernes Kunstrasenfeld gebaut.

Quelle: Ingo Rodriguez

Gehrden. Bevor der industriell gefertigte Teppich für die Fußballer ausgerollt wird, ist noch wochenlang mühevolle Präzisionsarbeit erforderlich. Einfach nur grüner Teppichbelag, dessen Oberfläche an Fußmatten aus dem Baumarkt erinnert? Das war einmal. Fünf Bodenschichten und hochwertige Kunstfasern sind längst Standard beim künstlichen Rasen. Vergangenheit sind etwa zwei Wochen nach dem Baubeginn zudem die politischen Diskussionen über die Notwendigkeit der 750 000-Euro-Investition. Inzwischen sind längst die Kunstrasenprofis am Werk. Und ihr Blick geht nach vorne - auf die nahende Inbetriebnahme eines hochmodernen Vorzeigeprodukts.

„Am 1. Dezember ist der Übergabetermin“, sagt Architekt Dieter Grundmann. Sich als Laie ein Urteil zu erlauben, fällt schwer: Der B-Platz des SV Gehrden gleicht zurzeit einer Sandwüste. Die Mitarbeiter einer Firma für Landschafts- und Sportplatzbau aus Langenhagen-Engelbostel haben seit dem Baubeginn vor zwei Wochen zunächst aufreibende Vorarbeiten geleistet. Der Ballfangzaun zum Baugebiet Großes Neddernholz wurde abgebaut, ebenso sechs Flutlichtmasten. Außerdem wurden Baumwurzeln gerodet. „Und Betonschutt der alten Bauten und Zuwegung haben wir abgetragen“, sagt Baustellenleiter Sergej Heidelbach.

Der Polier hat sich gerade erst mit dem Architekten besprochen. Trotzdem ist das Projekt in Gehrden für ihn und seine Mitarbeiter Routine: „Vier bis fünf Kunstrasenplätze legen wir pro Jahr an.“ Die Firma aus Engelbostel ist sogar beauftragt, am Eilenriedestadion in Hannover die Kunstrasenplätze für das geplante Leistungszentrum der Nachwuchsfußballer des Bundesligisten Hannover 96 zu bauen.

In Gehrden haben Heidelbach und seine Kollegen in der vergangenen Woche bereits den alten Naturrasen abgeschält und den Oberboden abgetragen. Von nun an ist Maßarbeit gefragt. „Der Platz wird für den Wasserabfluss zu beiden Enden hin ein Gefälle von 0,8 Prozent haben“, sagt der Polier. „Das macht auf einer Länge von 30 Metern einen Unterschied von 24 Zentimetern“, beschreibt er die Planvorgabe für die Raupen.

Bevor der Kunstrasen mit vier Meter breiten Teppichrollen ausgerollt, befestigt, zugeschnitten und mit Feldmarkierungen nach Richtlinien des Weltfußballverbandes versehen wird, müssen zunächst noch verschiedene Ebenen abgearbeitet werden. „Unterboden, Drainage, Stromleitungen für das Flutlicht, Mineralgemisch, elastische Mineralschicht, Gummigemisch aus Kunststoff, dann erst der Teppich - alles wasserdurchlässig“, zählt der Polier auf. Was er in der Aufzählung noch nicht berücksichtigt, ist auf einem großen Bauplan zu sehen: Neue Flutlichtmasten, Ballfangzäune, Pflasterungen für mobile Tore und Trainerkabinen. Er nennt gute Gründe, die für das Vorzeigeprodukt sprechen. „Der Platz muss nicht bewässert werden, ist wetterfest und immer bespielbar.“

Von Ingo Rodriguez

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