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Neuer Rhythmus entlastet die Tafel

Gehrden Neuer Rhythmus entlastet die Tafel

Die Gehrdener Tafel blickt zuversichtlich ins neue Jahr. Nach einem öffentlichen Aufruf sind einige private Geldspenden eingegangen. Zudem erleichtert der Zwei-Wochen-Rhythmus bei der Lebensmittelausgabe die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer.

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Lebensmittel für Bedürftige: Peter Radike bittet um Spenden, Magret Speer hilft mit.

Quelle: Lisa Malecha (Archiv)

Gehrden. Die Situation hat sich deutlich entspannt, berichtet Peter Radike. Der Leiter der Gehrdener Tafel erwartet am Donnerstag an der Ausgabestelle am Kantplatz etwa 50 bis 60 Menschen, die sich dort für wenig Geld mit Lebensmitteln versorgen.

Seit Anfang des Jahres gilt ein neuer Rhythmus. Die wöchentliche Lebensmittelausgabe jeweils am Donnerstag bleibt bestehen. Allerdings ist der Kreis der Bedürftigen – Empfänger von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, Rentner mit geringen Einkommen und andere Bedürftige mit Wohnsitz in Gehrden und Ronnenberg – wochenweise aufgeteilt worden. Diese Regelung sei notwendig gewesen, weil sich immer mehr Menschen vor der Ausgabestelle drängten, sagt Radike.

Jede Woche wurden bis zu 120 Personen gezählt, darunter auch Flüchtlinge. Die ehrenamtlicher Helfer gerieten an ihre Grenzen, Neid der alten Kunden war zu befürchten. Nun sei die Entlastung spürbar und die Verteilung gerechter. Wegen der Neuregelung habe er „einen Aufschrei erwartet, aber dieser ist ausgeblieben“, sagt der Leiter der Tafel. „Unsere Kunden reagieren sehr verständnisvoll und vernünftig.“

Radike freut sich auch über die Spendenbereitschaft, die nach einem öffentlichen Aufruf eingesetzt habe. Sechs Privatleute hätten jeweils 50 bis 100 Euro gegeben. Die Lebensmittel erhält die Tafel nach wie vor überwiegend von einigen großen Lebensmittelketten wie Rewe, Edeka und Netto. „Die Spendenbereitschaft ist gut“, berichtet Radike. Er weiß aber auch, dass die Unternehmen sehr genau disponieren, um Überschüsse gering zu halten.

Um das Spendenaufkommen zu vergrößern, ist der Leiter der Tafel auf der Suche nach weiteren Unternehmen. Er hofft, kleinere und mittelständische Hersteller überzeugen zu können, überschüssige Lebensmittel an die Tafel weiterzugeben. „Wir machen neue Anläufe“, sagt Radike. Noch mehr Spenden als bisher einzuwerben, sei unbedingt notwendig. „Es gibt auch viele hiesige Familien, denen es finanziell nicht gut geht“, weiß Radike. „Wir dürfen nicht nur die Flüchtlinge im Blick haben.“

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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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