Gehrden. „Wir werden wie geplant am 2. Mai den Betrieb aufnehmen“, sagt AWO-Prokurist Reiner Bütof. Im April vergangenen Jahres hatten die Arbeiten begonnen. Seitdem habe es keine nennenswerten Probleme gegeben, sagt Bütof.
Nach der Fertigstellung ist in dem stationären Pflegeheim Platz für 85 Senioren. Das Gebäude umfasst drei Etagen mit je einem Wohnbereich. Mehr als sieben Millionen Euro investiert die AWO. Bis zum August sind zudem 16 barrierefreie, betreute Wohnungen fertiggestellt. Die Kosten hierfür liegen bei zwei Millionen Euro. Für diese Anlage gebe es schon zahlreiche Reservierungen, sagt Bütof.
Rund 50 Pflegekräfte in Voll- und Teilzeit werden bei einer kompletten Belegung in dem Haus arbeiten. Die Mehrzahl werden examinierte Alten- oder Krankenpflegekräfte sein. Solche Fachkräfte zu finden, sei nicht ganz leicht, sagt Bütof. Die Nachfrage sei groß. Des Weiteren kommen Verwaltungs- und Hauswirtschaftskräfte zum Einsatz. Eine eigene Küche versorgt die Bewohner und die Beschäftigten mit ausgewogenem Essen.
Dass Gehrden ein Standort ist, an dem es einen Bedarf an wohnortnahen Pflegeplätzen gibt, zeigt ein Blick auf die demografische Entwicklung. Laut einer Prognose des Niedersächsischen Instituts für Wirtschaftsforschung sind bis zum Jahr 2030 am Burgberg 746 Männer und Frauen pflegebedürftig, das sind 5,94 Prozent der Bürger. Die AWO verfolgt deshalb bereits jetzt in Gehrden ihr Konzept der gemeindenahen Versorgung von Menschen mit Pflegebedarf.
Dirk Wirausky
