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Engagement zwischen Klausur und Referat

Gehrden Engagement zwischen Klausur und Referat

35 Neuntklässler des Matthias-Claudius-Gymnasiums haben 3000 Euro für die Kriegsgräberfürsorge gesammelt. Für dieses freiwillige Engagement sind sie ausgezeichnet worden.

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Neuntklässler des Gehrdener Matthias-Claudius-Gymnasiums haben 3000 Euro für die Kriegsgräberfürsorge gesammelt. Der Bezirksvorsitzende Michael Arndt hat sie für ihr freiwilliges Engagement ausgezeichnet.

Quelle: Wirausky

Gehrden. Es ist nicht gerade die schönste Jahreszeit, um von Haustür zu Haustür zu gehen. 35 Jungen und Mädchen des Matthias-Claudius-Gymansiums (MCG) waren im November Wind, Regen und Kälte aber völlig egal. Ihnen ging es allein um die Sache. Freiwillig haben die Neuntklässler nach der Schule oder am Sonnabend Vormittag für die Kriegsgräberfürsorge gesammelt.

So wie die 15-jährige Laetitia und die 14-jährige Nina. "Wir sind teilweise schon erwartet worden", berichtete Nina - und sie seien vorwiegend freundlich empfangen worden. Und wenn nicht?! Einfach weglächeln. "Das darf man nicht persönlich nehmen", sagte Nina. Und es sei gelegentlich auch berührend gewesen, erzählte Laetitia. Zum Beispiel als sie bei ihrer Tour einen älteren Mann antrafen, der die Geschehnisse des Zweiten Weltkrieges noch miterlebt habe.

Als Vertreter der Schulleitung sprach Oliver Rosenkranz von einem tollen und unwahrscheinlich wichtigen Engagement der Schüler. Er selbst habe als Kind für die Kriegsgräberfürsorge gesammelt. "Damals wurde die Aktion über den Sportverein organisiert", erinnerte er sich. Die Erste Stadträtin Christiane Kemnitz war von dem zusätzlichen Einsatz der Jugendlichen in den freien Nachmittagsstunden beeindruckt. Als Dank bekam jeder Teilnehmer von der Stadt einen Freibesuch im Delfi-Bad geschenkt. 

Für ihren Einsatz sind die Schüler auch offiziell ausgezeichnet worden. Der Bezirksvorsitzende der Kriegsgräberfürsorge Michael Arndt übergab jedem Mitwirkenden eine Urkunde und lobte den Einsatz speziell von Lehrerin Karla Pöhlmann. Sie organisiert seit einigen Jahren die Sammelaktion. "Ohne Sie wäre solch eine Sammlung nicht möglich", sagte Arndt. Und überhaupt sei das Engagement des MCG in der Region vorbildlich. "Die Schule hat sich immer besonders hervorgetan", sagte Arndt bei einer kleinen Feierstunde, die von den beiden 13-jährigen Paula und Sophie musikalisch begleitet wurden.

3000 Euro wurden im Gehrdener Stadtgebiet gesammelt. "Das ist viel Geld", sagte Arndt. Die Kriegsgräberfürsorge sei aber auf solche Spenden angewiesen. 850 Soldatenfriedhöfe in 45 Staaten pflegt sie. "Das ist eine große Aufgabe", sagte Arndt. Und eine wichtige dazu. "Die Friedhöfe sollen nicht nur an die Toten erinnern, sondern auch Mahnung für die Lebenden sein, damit sich solch schreckliche Ereignisse wie in der ersten Hälfte des vorherigen Jahrhunderts nicht wiederholen", betonte Arndt.

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