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Sozialverband Gehrden wird aufgelöst

Gehrden Sozialverband Gehrden wird aufgelöst

Ende einer Ära: Die Gehrdener Ortsgruppe des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) wird genau 70 Jahre nach ihrer Gründung aufgelöst. Nach dem Rücktritt des gesamten Vorstands ist unter den fast 300 Mitgliedern niemand mehr bereit, eine ehrenamtliche Führungsposition zu übernehmen.

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Beschlossene Sache: Die Mitglieder des Sozialverbandes in Gehrden sprechen sich im Ratskeller ohne Gegenstimme für die Auflösung der Ortsgruppe aus

Quelle: Ingo Rodriguez

Gehrden. Es war ein allerletzter Versuch, aber die Überredungsversuche der Führungskräfte aus dem Vorstand des SoVD-Kreisverbandes Hannover-Land waren vergeblich: Auch zwei Monate nach dem Rückzug aller zehn Mitglieder des Ortsgruppenvorstandes gelang es in einer außerordentlichen Versammlung nicht, für den Sozialverband in Gehrden Kandidaten für die ehrenamtliche Vorstandarbeit zu finden. "Es wäre schade, wenn ausgerechnet im Jubiläumsjahr die Mitglieder einer traditionsreichen SoVD-Gruppe an einen anderen Ortsverband angegliedert werden müssen", hatte sich die stellvertretende Kreisvorsitzende Brigitte Meier zuletzt noch einmal händeringend gegen den Auflösungsbeschluss gestemmt.

Eine große Überraschung war das Ergebnis der Versammlung aber nicht. Das Aus hatte sich schon im März bei der Jahresversammlung angedeutet, als sich unter den Mitgliedern niemand mehr bereit erklärt hatte, für einen der vakanten Vorstandsposten zu kandidieren. Im Grunde war die Entwicklung aber ein schleichender Prozess. Auch Rudolf Schenk war im Vorjahr nur notgedrungen bereit gewesen, für ein Jahr als Interimslösung den Vorsitz zu übernehmen. Und auch zuvor hatte es auf der Führungsposition mehrfach Wechsel gegeben - vor allem aus gesundheitlichen Gründen und wegen des hohen Alters der jeweiligen Amtsinhaber.

Wie gering die persönliche Bereitschaft der Mitglieder ist, ehrenamtliche Verantwortung zu übernehmen, machte die kürzlich ebenfalls zurückgetretene stellvertretende Vorsitzende Ilona Busse in der Versammlung noch einmal deutlich. Erst kürzlich sei an etwa 90 ausgewählt jüngere Mitglieder noch einmal ein Rundschreiben mit der Bitte um Unterstützung gegangen, berichtete sie. Daraufhin habe es lediglich drei telefonische Reaktionen gegeben. "Alles Absagen", sagte Busse.

Nun ist die Auflösung nicht nur endgültig, sondern auch offiziell beschlossene Sache. Die rund 30 anwesenden Mitglieder sprachen sich im Ratskeller in einer Abstimmung einvernehmlich für Aufgabe des SoVD-Standorts Gehrden aus. Auch eine Feier anlässlich des 70-jährigen Bestehens der Ortsgruppe wird es nicht mehr geben. Laut Satzung muss nun noch im Juli der Kreisvorstand der Auflösung zustimmen - eine Formsache. Ab dem 1. August werden die Mitglieder dann dem SoVD-Ortsverband Ronnenberg zugeteilt. Auf Wunsch werden einige Mitglieder künftig auch der Levester Gruppe zugeordnet. Trotzdem: Auf die Ronnenberger SoVD-Vorsitzende Herta Meyer kommt laut Kreisvorstand wegen rund 300 neuer Mitglieder "eine Mammutaufgabe" zu.

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Überredungsversuche: Brigitte Meier aus dem SoVD-Kreisvorstand bemüht sich in der außerordentlichen Mitgliederversammlung im Ratskeller vergeblich, Kandidaten für die ehrenamtlichen Vorstandposten der Ortsgruppe Gehrden zu finden.

Quelle: Ingo Rodriguez
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