Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
"Es fällt mir schwer, mich zu lösen"

Gehrden "Es fällt mir schwer, mich zu lösen"

Vor fast genau zehn Jahren kam Andreas Pöhlmann nach Gehrden - als Pastor der Margarethengemeinde. Nun verlässt er die Stadt. Mit viel Wehmut.

Voriger Artikel
Mausoleumstür soll in Kapelle
Nächster Artikel
Projekt 365 hilft seit sieben Jahren

Pastor Andreas Pöhlmann verlässt Gehrden Ende März.

Quelle: Wirausky

Gehrden. Noch deutet nichts darauf hin, dass Andreas Pöhlmann mit seiner Familie in Kürze Gehrden verlassen wird. Mit dem Packen hat der Pastor der Margarethengemeinde noch nicht begonnen. Lange dauert es aber nicht mehr, bis die Umzugswagen vorfahren. Anfang April wird der 52-Jährige mit seiner Frau Karla und den beiden Kindern Lydia und Kilian nach Bohmte-Arenshorst bei Osnabrück ziehen und dort eine Stelle als Pastor antreten. Zugleich wird er Seelsorger in einer Klinik in Bad Essen.
Der Abschied aus Gehrden fällt dem gebürtigen Nürnberger nicht leicht. „Es ist schwierig, mich zu lösen“, gesteht Pöhlmann. Die Jahre in Gehrden seien schön gewesen. „Es war eine gute Zeit und ich habe viel gelernt“, sagt er. Er sei in den vergangenen zehn Jahren in seinem eigenen Glaubensleben weitergekommen. Als besonderes bereichernd habe er auch sein Wirken in der St.-Agatha-Gemeinde in Leveste empfunden. „Der Reiz zwischen Dorf und Kleinstadt war erfrischend“, sagt Pöhlmann. Zudem habe ihn die Vielfalt der Lebensentwürfe in Gehrden beeindruckt. „Es war nie eintönig“, sagt der 52-Jährige, der am 26. März in einem Gottesdienst in der Margarethenkirche offiziell verabschiedet wird.
Den eigenen Glauben auszudrücken, mit persönlichen Worten zu wirken und sich im Segen Gottes Kraft zu holen, sei ihm in der Zeit in Gehrden ein besonderes Anliegen gewesen. Beginnend mit dem Glaubenskurs vor sieben Jahren. „So bin ich mit vielen Menschen ins Gespräch über Gott gekommen“, sagt er. Daraus seien auch die Gottesdienste zum Auftakt des Wochenendes entstanden. Der sogenannte Auftaktgottesdienst ist Pöhlmann ans Herz gewachsen. Dort Menschen zu segnen und ihnen dabei die Hand aufzulegen, habe ihn sehr bewegt. Letztmals feiert er ihn am Freitag, 10. März.
Jetzt ist für Pöhlmann der Punkt gekommen, sich zu verändern. Er suche eine neue Herausforderung und möchte auch seinen Eltern näher sein. „Für mich persönlich ist die Zeit in der Margarethengemeinde rund“, sagt er. In den zurückliegenden Jahren sei viel gewachsen. „Es war ein sehr herzliches und vertrauensvolles Miteinander“, sagt Pöhlmann. Er verlasse Gehrden mit einem guten Gefühl – trotz aller Wehmut.
Andreas Pöhlmann liebe es, wenn Menschen miteinander ins Gespräch kommen und wenn Glaube frisch und lebendig daherkommt, hat dessen Kollege Wichard von Heyden im aktuellen Gemeindebrief treffend geschrieben. Und es wird vermutlich vielen Gehrdenern gehen wie von Heyden: „Wir werden ihn und seine Familie vermissen.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Von Redakteur Dirk Wirausky

Ungezählte ehrenamtliche Helfer unterstützen die diakonischen Einrichtungen. Ihre Arbeit soll während der "Woche der Diakonie" besonders gewürdigt und vorgestellt werden. mehr

doc6xm3j1yh4wn14ea1k743
Gehrden hat wieder ein Jugendparlament

Fotostrecke Gehrden: Gehrden hat wieder ein Jugendparlament