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Politiker diskutieren mit Jugendlichen

Gehrden Politiker diskutieren mit Jugendlichen

Zu einer Podiusmdiskussion hat das Matthias-Claudius-Gymnasium Vertreter der vier Ratsfraktionen in Gehrden eingeladen. Thema war die Kommunalwahlen am 11. September.

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Etwa 100 Schüler des MCG verfolgen die Podiumsdiskussion im Bürgersaal.

Quelle: Wirausky

Gehrden. Felicitas Butzer und Loana Markowski waren zufrieden. „Es war eine gute Gelegenheit, Vertreter der Parteien einmal persönlich kennenzulernen“, sagten die beiden 16-Jährigen, die zuvor souverän und charmant durch eine Podiumsdiskussion geführt hatten, zu der das Matthias-Claudius-Gymnasium eingeladen hatte. Gut 100 Jungen und Mädchen verfolgten die Runde. Alle dürfen im September erstmals wählen. „Sie konnten sich eine Meinung bilden“, sagte Felicitas. Loana war auch mit den Inhalten zufrieden. „Es war informativ, und die Politiker haben den Kern getroffen“, sagte die Elftklässlerin.
Bolzplatz, Windenergie, Innenstadtbelebung, MCG-Sanierung, der Umgang mit der AfD, die perfekte Stadt oder die Zukunft der alten Tennishalle waren Fragen, die Stephan Schmidt (SPD), Thomas Spieker (CDU), Heinz Strassmann (Bündnis 90/Die Grünen) und Lutz Fengler (FDP) im voll besetzten Bürgersaal beantworten mussten. Zu einem politischen Schlagabtausch nutzten sie die politische Bühne nicht. Im Gegenteil: In den meisten Punkten waren sich die Kommunalpolitiker einig.

Für den Bolzplatz, der vermutlich dem Neubau einer Grundschule weichen muss, soll eine Ersatzfläche gefunden werden, forderten sie. Für Strassmann ist das auch die Folge einer Fehlplanung. Zumal durch den Neubau der Grundschule sich die expandierende Oberschule nicht erweitern könne. Gleichzeitig sei es aber wichtig, Angebote für Jugendliche zu schaffen, die nicht im Verein aktiv seien.

Die MCG-Sanierung hat für alle eine hohe Priorität, auch wenn die Kosten inzwischen 2 Millionen Euro über den veranschlagten Ansatz von 14 Millionen Euro liegen und durch die Umstellung von G8 auf G9 weitere Klassenzimmer benötigt werden. „Wir unterstützen das MCG“, betonte Fengler.

Die Innenstadt soll durch die Ansiedlung von Einzelhandel oder kulturellen Einrichtungen mehr Anziehungskraft erfahren. „Es fließt zu viel Kaufkraft ab“, sagte Fengler. Spieker wünscht sich eine Standortgemeinschaft. „Der Bürgermeister muss endlich aktiv werden“, forderte er.

Das Gelände der ehemaligen Tennishalle an der Schulstraße bezeichnete Spieker als Schandfleck. „Es muss was passieren“, sagte der CDU-Politiker. Stephan Schmidt sieht dort die Möglichkeit, eine Multifunktionshalle zu errichten.

Kontrovers wurde es bei der Zukunft über den Levester Windpark. Heinz Strassmann erinnert daran, dass erst in 10 bis 12 Jahren ein Repowering möglich sei. Unabhängig davon müsse jeder Bürger, der für eine Energiewende sei, vor der eigen Haustür damit beginnen. Die CDU will auf jeden Fall einen Mindestabstand von 1000 Metern zur Wohnbebauung. Stephan Schmidt wünscht sich einer Versachlichung der Debatte, stellte aber klar, dass die SPD für Windkraft plädiere. Klar auch die Aussage von Lutz Fengler: „Einen Ausbau des Windparks in Leveste wird es mit uns nicht geben.“

Zum Thema AfD blieben alle vier Herren zurückhaltend. Man wolle abwarten, ob sie in den Rat der Stadt einziehen und welche kommunalpolitischen Themen sie verfolgen. „Wir verschließen uns Gesprächen nicht“, sagte Heinz Strassmann.

Von Seiten der Schüler gab es überwiegend Lob. „Es war eine ernsthafte Diskussion“, sagte Dejan (17). Und auch die 16-jährige Jenny war zufrieden: „Sie haben sich nicht nur selbst präsentiert, sondern zu wichtigen Themen Stellung bezogen.“

Und wer hat die Gymnasiasten überzeugt? Einen klaren Sieger hatten sie nicht. Während die einen Thomas Spieker für seine klaren Worte lobten, kam bei anderen Stephan Schmidts unaufgeregte Art an. Und Heinz Strassmann punktete für sein Engagement bei Jugendthemen. Lutz Fengler hatte ebenfalls seine Anhänger. „Er hatte auch mal eine andere Ansicht vertreten“, sagte ein Schüler.

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Von Redakteur Dirk Wirausky

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