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Diskussion um Tempo-20-Zone geht weiter

Gehrden Diskussion um Tempo-20-Zone geht weiter

Die Region soll erneut prüfen, ob eine Tempo-20-Zone am Steintor eingerichtet werden kann. Das haben die Mitglieder im Ausschuss Verkehr, Brandschutz und Gefahrenabwehr mehrheitlich gefordert. Der Idee hatte die Region jüngst die Zustimmung verweigert.

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Mitarbeiter einer Markierungsfirma erneuern den provisorischen Zebrastreifen an der Gartenstraße.

Quelle: Ingo Rodriguez

Gehrden. Heinz Strassmann ist immer noch verärgert. "Es kann nicht sein, dass die Region einen Ratsbeschluss mit einer fadenscheinigen Begründung einfach ignoriert", sagte der Vorsitzende der Gruppe Grüne/Linke im Ausschuss für Verkehr, Gefahrenabwehr und Brandschutz. Der Hintergrund: Die Politiker hatten sich auf Vorschlag des Verkehrsplaners im Frühjahr entschlossen, eine Tempo-20-Zone am Steintor einzurichten. Nachdem die Region dem Vorhaben zunächst wohlwollend gegenüberstand, hat sie nach einem Ortstermin einen Rückzieher vollzogen - und Tempo 20 abgelehnt. Laut Region als zuständige Verkehrsbehörde fehlen die nötigen baulichen Voraussetzungen, die bei den Autofahrern ein Zonenbewusstsein entstehen lassen. "Eine Einfärbung der Fahrbahn reicht nicht aus", so Frank Born, Sprecher der Stadt. 

Vielmehr müsste eine deutlich sichtbare und für die Verkehrsteilnehmer spürbare Aufpflasterung zu Beginn der Zone an Nord- und Gartenstraße aufgebracht werden. Fachbereichsleiter Wolfgang Middelberg geht davon aus, dass die Kosten dafür im fünfstelligen Bereich liegen. Und er warnte: "Solch eine Aufpflasterung ist auch immer eine Schadstelle, zumal dort starker Busverkehr herrscht."

Aus diesem Grund ist Bürgermeister Cord Mittendorf auch strikt gegen eine Aufpflasterung. "Es ist doch unsinnig, eine fünfstellige Summe für etwa 100 Meter auszugeben", betonte er.

Trotzdem: Mehrheitlich entschieden die Politiker, dass die Verwaltung sich noch einmal mit der Region in Verbindung setzt, um möglicherweise doch noch eine Tempo-20-Zone zu realisieren. Born ist skeptisch. "Es ist eine Ermessensentscheidung und die Region ist an einen Ratsbeschluss nicht gebunden." Zwar sei die Kehrtwende der Behörde etwas verwunderlich, doch letztlich orientiere sie sich an der Straßenverkehrsordnung. Und: "Die Region muss sich mit dem Thema nicht mehr befassen", betonte Born - zumal die Einspruchsfrist verstrichen sei. "Nach Bekanntwerden des Bescheids hat es schließlich keine entsprechenden Signale aus der Politik gegeben, dagegen vorzugehen", sagte Born.

Dennoch: Sollte der Rat dem Votum des Ausschusses folgen, dann wird die Stadt bei der Region in Sachen Tempo-20-Zone nachfassen müssen.

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