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Bürger fordern ein Verkehrskonzept

Gehrden Bürger fordern ein Verkehrskonzept

Bürger der Wohngebiete Langes Feld und Großes Neddernholz kritisieren, dass die Stadt bislang kein Verkehrskonzept für das geplante Neubaugebiet Gehrden Ost vorgelegt hat. Nun haben sie Bürgermeister Cord Mittendorf eine Unterschriftenliste ausgehändigt.

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Schriftlicher Protest: Markus Kaspari übergibt Bürgermeister Cord Mittendorf die Liste mit fast 200 Unterschriften.

Quelle: Wirausky

Gehrden. Der Inhalt des Protestes ist klar formuliert. Die Bürger wehren sich gegen eine einseitige Erschließung des Baugebietes Gehrden Ost über den Beethovenring und die teilweise verkehrsberuhigten Stichstraßen Verdistraße, Orffstraße sowie Millöcker Weg. "Dieser Forderung wollen wir Nachdruck verleihen", sagt Markus Kaspari. Nachdruck durch eine Unterschriftenliste, auf der fast 200 Betroffene unterzeichnet haben. "Damit dokumentieren wir auch die Ernsthaftigkeit des Anliegens", bekräftigt Winfried Wolf bei einem Treffen mit Bürgermeister Cord Mittendorf. Laut Kaspari sind etwa 500 Haushalte im Langen Feld betroffen.

Die Befürchtung der Initiative: Erhebliche Zunahme von Verkehr in den Stoßzeiten, Gefährdung der Kinder auf dem Schulweg und am Kindergarten, Lärmbelastung sowie eine Verschlechterung der bereits angespannten Parksituation der Anwohner, Verschmutzung und Schäden an Straßen und parkenden Autos. Die Forderung: Eine Zuwegung in der kompletten Erschließungs- und Bauphase über die Schulstraße (südlich gelegener Wirtschaftsweg) beziehungsweise über die K231. Es müsse ein Langzeitkonzept vor Erschließung des Baugebietes Gehrden Ost erstellt werden. "Und wir fordern eine zusätzliche, dauerhafte Anbindung der Neubaugebiete an die K231", heißt es in einer Protestnote.

Mittendorf beschwichtigt. Es werde eine Verkehrsanalyse vorbereitet. Dazu werden zahlreichen Stellen im Stadtgebiet mit Videos überwacht. Sogenannte Zählpunkte werden auch im Bereich Beethovenring/Verdistraße beziehungsweise Beethovenring/Millöcker Weg eingerichtet. Es sollen alle Verkehrsströme gemessen werden. "Danach sind wir schlauer", sagt Mittendorf. Und er verspricht: "Wir wollen eine Lösung für alle." Auch wenn er wisse, dass es schwierig werde, alle Anwohner zufrieden zu stellen. Derweil werde auch geprüft, das Baugebiet über die K231 zu erschließen. "Das aber kostet Geld", sagt Mittendorf. Das letzte Wort habe die Politik. 

Die Bewohner des Langen Feldes sind skeptisch. "Wir befürchten, dass später das Lange Feld als Abkürzung von der Schulstraße in Richtung Ronnenberg genutzt wird", sagte Kaspari. Und überhaupt: Die Stadt werde zu groß für das vorhandene Straßennetz. "Schon jetzt ist die Verkehrssituation zu Stoßzeiten mehr als angespannt", sagte Michael Eichholz. Es fehle schlicht ein schlüssiges Verkehrskonzept.

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Von Redakteur Dirk Wirausky

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