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Training gibt Sicherheit beim Einstieg in den Bus

Gehrden Training gibt Sicherheit beim Einstieg in den Bus

Mitarbeiter des Verkehrsunternehmens Regiobus haben Senioren mit Rollatoren und Rollstuhlfahrern wichtige Tipps für einen sicheren Buseinstieg gegeben. Das Mobilitätstraining lockte rund 50 Teilnehmer an.

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Der Busfahrer und Mobilitätstrainer Steffen Ludwig gibt den teilnehmenden Senioren mit Rollatoren und Rollstühlen Tipps für das praktische Einsteigen.Rodriguez

Quelle: Ingo Rodriguez

Gehrden. Für die 94-jährige Lischen Freundenberger ist es eine völlig neue Erfahrung: Aufmerksam hört sie sich die Ratschläge des Busfahrers Steffen Ludwig an - und befolgt dann Schritt für Schritt die Anweisungen des Mobilitätstrainers. "Bremsen anziehen, zurückgehen bis die Arme gestreckt sind, Rollator zurückziehen, Bremsen lösen und den Rollator mit den Vorderrollen auf die Einstiegskante setzen",  flüstert die 94-Jährige das Prinzip - bis sie schließlich lächelnd im Bus steht.

Warum sie bei dem Training mitmache? "Ich hab den Rollator gerade erst bekommen und will lernen, damit umzugehen", sagt sie. Die Frau aus der nahe gelegenen Seniorenresidenz hat fünf ihrer Mitbewohnerinnen mitgebracht. "Ich habe seit vier Wochen einen Rollator, aber ich habe mich noch nicht getraut, damit Bus zu fahren", begründet die 88-jährige Irma Volkewien ihre Trainingsteilnahme.

Insgesamt sind dem Angebot auf dem Parkplatz an der Bezirkssportanlage rund 50 Senioren und körperlich beeinträchtigte Menschen gefolgt. Genau das ist das Ziel der Aktion: "Wir wollen möglichst vielen Menschen ihre Hemmungen nehmen und so Sicherheit für die Teilnahme am öffentlichen Personennahverkehr geben", sagt Busfahrer Ludwig. Er ist für das Training geschult worden - ebenso wie neun weitere Regiobusfahrer und Verwaltungskräfte des Unternehmens. Zwei Busse mit manuellen Rampen und Niederflurtechnik hat die Regiobus für die Aktion an der Langen Feldstraße abgestellt.

"Das Mobilitätstraining wird seit 2010 jährlich in fünf verschiedenen Kommunen angeboten", sagt Georg Janicki von Regiobus. Auf dem Programm steht auch Rampentraining für Rollstuhlfahrer. Und Aufklärung: "Wenn Sie nach dem Einstieg noch vorne ihre Fahrkarte stempeln müssen, rufen Sie das gleich dem Busfahrer zu. Er wartet dann noch, bis er weiterfährt", gibt Trainer Ludwig einen Tipp. Er zerstreut auch Sorgen von Rollstuhlfahrern: "Die Busfahrer fragen Sie nach dem Einstieg, wo Sie wieder raus müssen, damit Sie wissen, wann die Rampe herunter gelassen werden muss."

Nach dem Selbsttest  ist das Training aber nicht vorbei. Viele Teilnehmer nutzen auch die Möglichkeit, auf einem Rollstuhlparcours ihre Fahrsicherheit zu verbessern. Für Klaus Fricke aus Gehrden gibt es aber einen Aspekt, bei dem das Training nicht helfen kann: "Es ist immer auch die Rücksicht der Mitmenschen nötig, auch wenn es an der Bushaltestelle mal etwas länger dauert", sagt er.

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Von Ingo Rodriguez

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