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Neue Pfeiler geben Agatha-Kirche mehr Halt

Leveste Neue Pfeiler geben Agatha-Kirche mehr Halt

Eine echte Herausforderung für die Statiker: Die Sanierung der St.- Agatha-Kirche in Leveste wird vermutlich noch einige Monate andauern. Ein Jahr nach Beginn der Bauarbeiten zur Stabilisierung des Gotteshauses lastet das Gewicht des tonnenschweren Gewölbes immer noch zu schwer auf den Außenmauern.

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Baustelle: Die mindestens 787 Jahre alte St. Agathakirche (Bild xxx) wird derzeit mit neu gemauerten Stützpfeilern (Bild xxx) und provisorischen Zugankern stabilisiert. Bei einer Kirchenradtour informieren sich am vergangenen Wochenende etwa 50 Besucher (Bild xxx) über die Geschichte des denkmalgeschützten Gotteshauses mit den mittelalterlichen Wandfresken unter dem tonnenschweren Gewölbe.


Quelle: Ingo Rodriguez

Leveste. Immerhin: „Es wurden schon vier neue Stützpfeiler gemauert – in Sandstein“, sagt Pastor Andreas Pöhlmann. Er ist zwar zuversichtlich – ob aber die Kirche bis Weihnachten wieder für Gottesdienste genutzt werden kann, weiß er nicht. „Die Statiker und Handwerker wollen nicht unter Zeitdruck arbeiten. Sie sollen gute Lösungen finden und einbauen“, sagt Pöhlmann.

Ein Jahr dauert die Sanierung des Levester Gotteshauses nun schon an. In der 1229 erstmalig urkundlich erwähnten Kirche waren zuvor tiefe Risse im Mauerwerk und Gewölbe beobachtet und regelmäßig vermessen worden. Grund für die Schäden am denkmalgeschützten Gebäude: „Dach und Gewölbe drücken zu schwer auf die Außenmauern. Der Druck der Stützpfeiler ist nicht mehr stark genug“, weiß Pöhlmann. Teilweise hätten die Stützpfeiler kaum noch Kontakt zum Mauerwerk gehabt. „Deshalb geben die Wände nach“, sagt der Pastor.

Rund 300 000 Euro investieren die Landeskirche und der Kirchenkreis, um den schleichenden Prozess aufzuhalten – und, um so auch die kunsthistorisch bedeutsamen mittelalterlichen Wandfresken im Innern zu erhalten. Bei den bisherigen Bauarbeiten wurden bereits erkenntnisreiche Entdeckungen gemacht: „Vor dem Errichten eines neuen Stützpfeilers an der Treppe zur Gutsprieche waren bei den Abrissarbeiten Überreste eines alten Pfeilers entdeckt worden“, sagt Pöhlmann. Dieser sei offenbar im Lauf der Jahrhunderte, vermutlich in der Barockzeit, für den Bau der Außentreppe entfernt worden. „Das ist außer dem schweren Gewölbe wohl ein Hauptgrund für die massiven Mauerschäden“, so der Pastor.

Obwohl einer der neu gemauerten Stützpfeiler nun den ursprünglich gebauten, aber später entfernten Pfeiler ersetzt, ist die Standsicherheit der Kirche nach Einschätzung des Statikers immer noch nicht vollständig wieder hergestellt. „Zurzeit stabilisieren noch provisorische Zuganker das Gebäude“, sagt Pöhlmann. Es sei aber noch geplant, äußerlich nicht sichtbare Anker wie eine Art Stahlring in die Außenmauern einzulassen.

Zwischenzeitlich hatte es seitens des Kirchenvorstandes Irritationen wegen des überschaubaren Fortschritts der Bauarbeiten gegeben. „Wir haben uns gewundert, dass es nach dem Winterfrost trotz steigender Temperaturen und trockener Witterung im Frühjahr nur so langsam voranging“, sagt Pöhlmann. Das habe sich inzwischen jedoch geändert. Offenbar waren die Auftragsbücher der Handwerksfirmen sehr voll, aber jetzt wird wieder täglich auf der Baustelle gearbeitet“, sagt der Pastor.

Er hat deshalb noch nicht die Hoffnung aufgegeben: „Vielleicht können wir den Weihnachtsgottesdienst ja doch schon wieder in der Kirche feiern.“ Wegen der Sanierungsarbeiten nutzt die Levester Gemeinde zurzeit das frisch renovierte Gemeindehaus als Ausweichstandort.

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