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Repowering bei Leveste erlaubt

Leveste Repowering bei Leveste erlaubt

Der Levester Windpark hat eine Zukunft. Im aktuellen Entwurf des Regionalen Raumordnungsprogramms ist eine verkleinerte Fläche als Vorranggebiet für Windenergienutzung ausgewiesen worden. Eine überraschende Kehrtwende.

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Eines von acht Winderrädern am Levester Ortsrand. Die Region hat nun erlaubt, auf einer kleineren Fläche in einigen Jahren zu repowern.

Quelle: Wirausky

Leveste. Der Vorsitzende des CDU-Ortsverbands Leveste, Ernst-Richard H.-Köper, hat es schon geahnt. „Wenn zwischen Degersen und Redderse 200 Meter hohe Windkraftanlagen stehen, ist es doch nur eine Frage der Zeit, bis auch die Genehmigungen für das Repowering der Windräder auf Levester Gebiet erteilt werden“, sagt Köper. Seine Sorgen sind berechtigt. Laut Raumordnungsprogramm soll im Rahmen eines standortgebundenen Repowerings der Bestandswindpark bei Leveste in verkleinertem Flächenzuschnitt als Vorranggebiet Windenergienutzung festgelegt werden. Die Begründung: Die Fläche weise bereits eine Vorbelastung durch eine bestehende Anlagen auf – trotz des Konfliktes zwischen Windkraft und Artenschutz. Eine Kehrtwende.

Die Region hatte erst Ende vergangenen Jahres die bislang ausgewiesene Vorrangfläche bei Leveste gestrichen. Demnach hätten die Windenergieanlagen nicht erneuert oder durch andere ersetzt werden können. Sie hatten lediglich noch Bestandsschutz. Die Entscheidung hatte einen Grund: Im Bereich des Windparks hält sich der Rote Milan auf. Und dort, wo der geschützte Vogel brütet, ist der Bau von neuen Windenergieanlagen nicht möglich. Große Teile der Fläche sind wegen der Nähe zum Horst des Rotmilans beziehungsweise zu seinen Jagdgebieten Tabuzonen für Windkraftanlagen, lautet die Begründung.

Betreiber Windwärts hatte diese Entscheidung kritisiert. Das Unternehmen hatte ein neues Gutachten gefordert. Windwärts hat Interesse, die Anlage in etwa zehn Jahren durch leistungsstärkere Modelle zu ersetzen (Repowering), die in der Regel auch höher sind. Auch die Gehrdener Grünen sprachen sich dafür aus, den Windpark dauerhaft zu sichern. Das ist nun möglich.

Derweil hat der Gehrdener SPD-Abgeordnete Hennig Harter die Kritik des CDU-Stadtverbandes an der rot-grünen Mehrheit in der Regionsversammlung zurückgewiesen. Auch die CDU habe dem Papier zugestimmt, teilte er mit. Der CDU-Vorsitzende Thomas Spieker hatte zuvor im Bezug auf das jetzt zum Vorranggebiet für Windenergienutzung erklärte Areal zwischen Degersen und Redderse von einem "intransparenten, rot-grünen Zickzack-Kurs" gesprochen.

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